Mikrobiologische Qualität von Patisserie

Dieses Jahr wurden 15 Proben von Torten, Desserts oder Kuchen von lokalen Bäckereien und Grossverteilern untersucht. Die Messung verschiedener Indikatororganismen gibt Auskunft darüber, wie hygienisch die Patisserie hergestellt wurde. Werden beispielsweise zu viele Escherichia coli Bakterien gemessen, weist dies auf verunreinigte Rohmaterialien oder eine mangelhafte Händehygiene hin. Ein «Käsekuchen mit Mango» blieb deswegen hängen. Während Escherichia coli Bakterien im Darm heimisch sind, finden wir Koagulase-positive Staphylokokken vor allem im Nasen-Rachenraum oder in Wunden. Bei einer «Dessertspeise mit Vanille-Creme» haben diese Keime den Weg ins Produkt gefunden, möglicherweise durch Niesen oder durch verletzte Hände. Mit den Beanstandungen wurden die betroffenen Betriebe aufgefordert, Massnahmen zur Verbesserung der Herstellungshygiene einzuleiten.
Mit zwei beanstandeten Proben von 15 untersuchten Patisserieprodukten ist die Situation vergleichbar mit anderen Produktekategorien, welche mikrobiologisch überprüft werden. Weitere Stichproben werden folgen und zusammen mit unseren risikobasierten Inspektionen dazu beitragen, dass die Betriebe die Selbstkontrolle wahrnehmen und die mikrobiologischen Anforderungen erfüllt werden.







