Versorgungslage stabil, Unsicherheiten bleiben

Positive Aussichten beim Strom
Bereits im vergangenen Winter war die Stromversorgung aufgrund der milden Temperaturen sowie der hohen Produktion im In- und Ausland gesichert: Die Winterreserve musste nicht aktiviert werden. Für den Winter 2024/2025 ist die Ausgangslage sogar noch besser. Die Speicherseen in der Schweiz sind gut gefüllt, die Schweizer Kernkraftwerke sind am Netz und produzieren regulär. Von den französischen Kernkraftwerken wird eine höhere Verfügbarkeit als im letzten Jahr erwartet. Zudem steht bei Bedarf das Reservekraftwerk in Birr nach wie vor zur Verfügung.
Die Preise für Strom und Gas sind zwar höher als vor der Energiemangellage vor zwei Jahren, aber sie sind stabil und spiegeln keine drohenden Versorgungsengpässe wider.
Keine vollständige Entwarnung
Die Witterung hat in der kalten Jahreszeit einen grossen Einfluss auf die Energieversorgung. Nach einem milden Herbst deuten auch die langfristigen Temperaturprognosen bis Januar 2025 auf einen durchschnittlichen oder eher wärmeren Winter hin, was voraussichtlich zu einer geringeren Nachfrage nach Strom und Gas führt.
Trotz dieser guten Vorzeichen gibt es keine vollständige Entwarnung. «Auch wenn die Indikatoren in keiner Weise auf eine Mangellage hinweisen, kann sich die aktuelle Situation auch wieder verschlechtern», erklärt AWEL-Amtschef Christoph Zemp. Neben den Temperaturen und klimabedingten Extremwetterereignissen gibt es weitere Risikofaktoren, etwa sicherheitspolitische Entwicklungen oder wirtschaftliche Schwankungen. Sollten mehrere dieser Ereignisse gleichzeitig eintreten, könnte sich die Energieversorgungslage rasch wieder verschärfen.
Der Bund analysiert die allgemeine Versorgungslage der Schweiz regelmässig und hat für den Fall einer Mangellage Massnahmen vorbereitet, um die Energieversorgung aufrecht zu erhalten. In der Verantwortung des Bundes liegt auch die langfristige Stärkung der Energieversorgungssicherheit.
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