Neue Plattform entlastet Spitäler von mehrfachen Erhebungen
Spitäler in der Schweiz werden künftig spürbar von administrativem Aufwand entlastet: Eine neue digitale Plattform ermöglicht es, Erhebungen rund um den Spitalbetrieb zentral zu koordinieren. Diese von Bund und Kantonen entwickelte Lösung richtet sich insbesondere gegen Mehrfacherhebungen, die bislang nicht nur zeitaufwendig, sondern auch ressourcenintensiv für das Gesundheitspersonal waren.
Die neue Plattform schafft eine einheitliche Datenerhebung und ermöglicht es verschiedenen Bundesämtern, ihre Informationen gemeinsam abzufragen. Bisher führten unterschiedliche Anforderungen verschiedener Behörden zu mehrfachen und teils redundanten Datenanfragen bei Spitälern – eine Belastung, die nun deutlich reduziert werden soll.
Erarbeitet wurde die Plattform unter Federführung des Bundesamts für Gesundheit (BAG) in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Statistik (BFS), dem Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV), kantonalen Gesundheitsbehörden sowie weiteren relevanten Bundesstellen. Die technischen Grundlagen lieferte das Bundesamt für Informatik und Telekommunikation (BIT).
«Die Plattform ist ein wichtiger Meilenstein für die digitale Transformation im Gesundheitswesen», erklärt Anne Lévy, Direktorin des BAG. «Wir schaffen dadurch nicht nur Transparenz und Konsistenz, sondern geben den Spitälern mehr Zeit für ihr Kerngeschäft: die medizinische Versorgung.»
Langfristig soll die Plattform auch auf weitere Gesundheitsinstitute ausgeweitet werden. Zudem bietet die Lösung die Möglichkeit, bestehende Daten effizient wiederzuverwenden. Dabei wird grosses Augenmerk auf den Datenschutz gelegt – der Zugriff auf sensible Informationen bleibt strikt reguliert.
Mit der neuen Infrastruktur setzt der Bund ein Zeichen für entbürokratisiertes und modernes Verwaltungshandeln. Die Entlastung der Gesundheitsinstitutionen ist dabei ein zentrales Anliegen: «Gerade in Zeiten grosser Herausforderungen im Gesundheitswesen braucht es einfache, koordinierte Prozesse», so Lévy.
Die ersten Kantone und Spitäler arbeiten bereits mit dem neuen System. Ein flächendeckender Rollout ist für das kommende Jahr vorgesehen.
Quelle: https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/katalog.assetdetail.36073580.html





