«Hadern? Megaselten! »

Tüftler und Inspirationsredner
Dieser Bereich nimmt in seinem Leben inzwischen viel Raum ein. Als Bewegungswissenschafter, der er ja auch ist, berät er Ingenieure und Unternehmen bei der Verbesserung oder Entwicklung von Sportgeräten, die er selbst testet und nutzt und die den Markt für Betroffene wie ihn verändern, egal ob es um Wakeboarding, Kitesurfing oder Monoskiing geht. Zurzeit tüftelt er gemeinsam mit einem seiner mittlerweile vielen Bekannten an einem Rollstuhl, den man mit dem Rücken steuern kann.
«So komme ich oft zu Aufgaben, die nicht 08/15 sind.» Und dank seiner Geschichte könne er heute Sport und Bewegung mit seinem Interesse an Technik verbinden. «Ich blühe auf, wenn etwas für mich völliges Neuland ist, wenn meine Expertise gefragt ist, aber auch, wenn ich mit anderen Experten zusammenarbeiten kann und man von einander lernt.»
Sein Sportlehrerpensum hat er mittlerweile reduziert und sich ein zweites Standbein aufgebaut: Als Inspirationsredner spricht er in Firmen, Organisationen und Schulen – etwa darüber, wie man mit Herausforderungen und Rückschlägen umgeht. Und er spielt Rollstuhl-Rugby in der Schweizer Nationalmannschaft. 2022 nahm die Schweiz erstmals seit vielen Jahren wieder an einer WM teil. Hadern mit dem Schicksal? «Megaselten!»
Seiner vierjährigen Tochter würde er gern das Skifahren beibringen. «Aber das müsste ich vormachen können.» Oder manchmal ärgert er sich, wenn er irgendwo Hindernisse antrifft, die er nicht ohne Hilfe überwinden kann. «Das ist einfach mühsam.» Aber: «Wir alle sind voneinander abhängig – vom Wissen und Können anderer. Ich habe ebenfalls Kenntnisse und Fähigkeiten, die andere nicht haben.» Zu hadern mache hingegen alles nur schlimmer und führe in ein Hamsterrad. «Ich übernehme lieber Verantwortung für das, was ich ändern kann.»
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