Ein Probelauf für Berufsleben oder Studium

Arbeitsauftrag vom Ausbildner
Natürlich müssen die Jugendlichen an eine solch anspruchsvolle Arbeit schrittweise herangeführt werden – dies gilt hüben wie drüben. Im RAU beschäftigen sich die Lernenden ab Beginn ihrer Ausbildung mit Projekten, die von Jahr zu Jahr anspruchsvoller werden. Im dritten und vierten Lehrjahr setzen sich die Lernenden der vierjährigen Ausbildungen mit zwei Fachgebieten vertieft auseinander – etwa mit den Bereichen «Projekte planen, abwickeln und auswerten» oder «Werkzeuge und Fertigungsmittel herstellen».
Im letzten Lehrjahr erarbeiten sie ausserdem in einem IPA-Vorbereitungskurs eine Musterdokumentation. Während der IPA wird davon ausgegangen, dass die Lernenden in der Lage sind, die Arbeiten selbstständig auszuführen. «Am Ende der Lehre sollen die Lernenden zeigen, dass sie eine anspruchsvolle Arbeit unter Zeitdruck in eigener Verantwortung und in der geforderten Qualität ausführen können, so, wie sie es später im Berufsalltag auch können müssen», sagt Bättig. «Ich greife nur ein, wenn die Arbeitssicherheit nicht eingehalten wird.»
Die Aufgabenstellung gibt der Ausbildungsbetrieb vor, orientiert sich dabei aber an Arbeiten, mit denen die Lernenden bereits vertraut sind. Schafft es ein Lernender nicht, die Arbeit pünktlich abzuschliessen, kann er sie trotzdem zu Ende bringen, muss die Zeitüberschreitung aber begründen können. Sonst gebe es eine tiefere Note, erklärt Bättig. Wer Schwierigkeiten hat, darf fragen, aber alle Fragen und erhaltenen Hilfestellungen müssen in einem Arbeitsjournal dokumentiert werden. «Ich persönlich schätze es, wenn die Lernenden während der IPA mit mir kreative Lösungsansätze diskutieren und sich nicht nur mit Fragen bei mir melden.»
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