Wissen, wie News entstehen

Für die Juventus-Klasse hat die Woche mit einer Einführung in das Videohandwerk begonnen. Dann hat sich die Klasse in drei Gruppen aufgeteilt. Der Auftrag für jede Gruppe war es, ein Video von etwa 45 Sekunden zu produzieren. Das Thema war völlig frei. Die Grundlagen einer Videoproduktion erklärte Stefan Viliotti ausführlich vor der Klasse. Mit dem Wissen sind die Gruppen losgezogen und haben auf der Strasse zufällig Menschen angesprochen. Eine Gruppe fragte nachbesonderen Wörtern aus ihrer Jugendsprache, die zweite hat interessiert, ob in Zürich die Menschen ehrlich sind, und die dritte wollte wissen, welche Zahlungsmittel Erwachsene benutzen. «Wir haben jeweils vorher geschaut, wer im Stress ist oder bereit wäre für ein Gespräch», verrät Jamie Rindisbacher die Taktik ihrer Gruppe. Grundsätzlich waren die Schülerinnen und Schüler überrascht, wie bereitwillig sie Antworten erhalten haben.
Viel schnelllebige Unterhaltung
Die Medien haben sich in den letzten Jahren rasant verändert. Mit dem Internet sind unzählige Online-Formate entstanden. Die Flut an Informationen ist immens. Es wird immer schwieriger, die Inhalte richtig einzuordnen. Eine kurze Umfrage unter den Jugendlichen dieser Klasse zeigt, dass sie kaum mehr gedruckte Zeitungen lesen, «ausser es liegt zufällig eine bei den Eltern auf dem Tisch». Sie informieren sich über die sozialen Medien, vor allem auf Tiktok und Instagram. «20 Minuten» schauen sie allenfalls online an.
Einige betrachten die sozialen Medien als schnelllebige Unterhaltung, kaum als seriöse Quelle für das Geschehen in der Welt. Und wenn sie sich für sogenannte News interessieren, dann eher auf der lokalen Ebene. Andere sind sich bewusst, dass viele Inhalte in den sozialen Medien kaum vertrauenswürdig sind. Sie haben diesen Widerspruch scheinbar akzeptiert und nehmen ihn eher locker hin. «Wenn etwas mehrmals vorkommt, denke ich, dass es wahr ist», sagt Wintana Kidane. «Ich weiss, dass vieles falsch ist. Ich recherchiere bestimmte Themen selbst über die Suchmaschine von Google», erzählt Delli Gatti.
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