Produzenten- und Importpreisindex sinkt im Juni um 0,1%
Der vom Bundesamt für Statistik (BFS) publizierte Produzenten- und Importpreisindex ist im Juni 2024 leicht zurückgegangen. Im Vergleich zum Vormonat sank der Gesamtindex um 0,1 Prozent auf 108,7 Punkte (Basis Dezember 2020 = 100). Dieser Rückgang ist in erster Linie auf tiefere Preise für chemische und pharmazeutische Produkte sowie Mineralölprodukte zurückzuführen.
Der Produzentenpreisindex, welcher die Preisentwicklung der im Inland hergestellten Güter abbildet, verzeichnete ebenfalls einen leichten Rückgang um 0,1 Prozent. Auch hier waren insbesondere die Preise für chemische Grundstoffe und pharmazeutische Erzeugnisse rückläufig. Leichte Preiskorrekturen nach unten wurden zudem bei Metallerzeugnissen registriert.
Der Importpreisindex, welcher die Preisveränderungen importierter Waren widerspiegelt, zeigte sich im Vergleich zum Mai 2024 ebenfalls um 0,1 Prozent tiefer. Beeinflusst wurde dies durch sinkende Preise bei Mineralölprodukten, Erdöl und Erdgas sowie bei Elektronik- und Haushaltsgeräten.
Die aktuelle Entwicklung spiegelt laut Expertinnen und Experten eine gewisse Stabilisierung der internationalen Rohstoffpreise wider. Insbesondere im Energiesektor zeigen sich die Schwankungen aufgrund geopolitischer Lageveränderungen etwas gedämpfter als noch im Frühjahr. Auch der starke Schweizer Franken dürfte laut Einschätzungen von Analysten einen dämpfenden Effekt auf die Importpreise haben.
Trotz des minimalen Rückgangs gilt die Preisentwicklung insgesamt als moderat. Die aktuelle Datenlage lässt keine Anzeichen für eine nachhaltige Deflation erkennen. Dennoch wird die Preisentwicklung von Unternehmen und Konsumierenden genau beobachtet, gerade auch im Hinblick auf bevorstehende geldpolitische Entscheide der Schweizerischen Nationalbank (SNB).
Der Produzenten- und Importpreisindex wird vom BFS monatlich erhoben und dient als wichtiger Frühindikator für die Entwicklung der Konsumentenpreise und die gesamte wirtschaftliche Lage in der Schweiz. Analysten nutzen ihn auch zur Abschätzung der künftigen Teuerung und zur Anpassung von Verträgen oder Infrastrukturprojektionen.
Quelle: https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/katalog.assetdetail.36023469.html







