DER STAPI MEINT
Danke für alles
Liebe Wädenswilerinnen
Liebe Wädenswiler
Das ist meine letzte Kolumne. Während 20 Jahren, 16 davon als Präsident, durfte ich im Stadtrat die Geschicke der Stadt Wädenswil mitgestalten. Ich empfand das immer als grosses Privileg. Denn ich durfte auf die Infrastruktur, die Dienstleistungen und die Entwicklung unserer Stadt direkt Einfluss nehmen.
Diese Aufgabe hat mir grosse Freude bereitet – bis zum letzten Tag. Und ich werde vieles vermissen, insbesondere die vielen interessanten Projekte, die Zusammenarbeit in den Gremien und speziell den Kontakt mit Ihnen, mit unserer Bevölkerung. Diesen Austausch habe ich immer sehr geschätzt, und er hat mir beim «Regieren» geholfen. Am Frühlingsmarkt oder an einem Chorkonzert habe ich viel erfahren.
Wir haben in den letzten Jahren kräftig in die Infrastruktur investiert – immer im Wissen, dass Wädenswil keine reiche Gemeinde ist. Wenn ich durch Wädenswil spaziere – pardon: rolle – begegne ich vielen Projekten, die ich begleiten durfte. Dazu zählen die «Werkstadt Zürisee», das Feuerwehrhaus an der Seestrasse, die Kulturgarage, die Stadtbibliothek und das Seegüetli. Ebenso wichtig war mir, auf privaten Arealen – im Au-Park, auf dem Mewa-Areal oder im Gebiet Coop/ZKB – Neues zu ermöglichen. Diese Impulse bringen Wädenswil weiter.
Das ungewöhnlichste Projekt war zweifellos der Zusammenschluss mit den Gemeinden Schönenberg und Hütten, eine Folge des neuen kantonalen Finanzausgleichs. Wir gehören nun zusammen, und mir war immer wichtig, in allen Ortsteilen präsent zu sein. Das ist mir nicht schwer gefallen. An der Viehschau oder am Chränzli des Männerchors in Hütten, an der Chilbi oder am Einachsertreffen in Schönenberg hab ich mich immer sehr wohl gefühlt.
In all den Jahren durfte ich fast alle Ecken unserer Gemeinde kennenlernen und war beeindruckt zu sehen, wie viele Menschen sich engagieren – für die Kultur, für den Sport, für die Gesellschaft. Besonders faszinierend ist es zu sehen, wie vielseitig unsere Stadt ist. Zu Wädenswil gehört das Festival auf dem Seegüetli unten am Zürichsee ebenso wie die Viehschau in Hütten. Beide bereichern unser Zusammenleben.
Es war mir eine Freude und Ehre, dass ich eine Zeit lang als Stadtpräsident meinen Teil dazu beitragen durfte. Nun werde ich auf anderem Weg meinen Beitrag leisten.
Danke für alles und bis bald!
Philipp Kutter, nicht mehr Stadtpräsident
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