Seebuben verspielen Kantersieg in den letzten vier Minuten
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Zu Monatsbeginn gaben sich die Thalwiler mit einem Unentschieden gegen den Favoriten aus Wetzikon noch zufrieden. Im Rückspiel nun wollten sie beide Punkte und erfüllten ihre eigene Vorgabe mit Bravour.
Die Chilbipause hat der Mannschaft ganz offensichtlich gut getan. Zwar nicht in Bestbesetzung angetreten, aber motiviert und fokussiert ging die Mannschaft ans Werk. Nicht eine einzige Führung liess man dem Gegner zu. Von Beginn weg arbeiteten die Thalwiler in der Deckung und machten dem Gegner das Leben schwer. Dieser, auch im Spiel in Wetzikon als Favorit angetreten, vermochte wie im Hinspiel mit der engagierten Art und Weise wie die Seebuben zu Werke gingen, nicht umzugehen und lag schon bald mit 1:4 im Hintertreffen. Bis zur 16. Minute konnte sich der TVT mit sechs Toren absetzen und verwaltete in der Folge diesen Vorsprung souverän bis zur Halbzeit. Dennoch war man sich im Lager des TV Thalwil bewusst, das ein vier Tore Vorsprung im Handball innert Kürze wettgemacht ist.
Allerdings braucht es dazu auch eine entsprechende Leistung. Zu einer solchen war die SG Oberland am letzten Oktobertag des Jahres nur zeitweise fähig. Zwar konnte der Favorit kurz nach dem Seitenwechsel den Anschlusstreffer erzielen und dann auch während einer gewissen Phase des Spiels auf Schlagdistanz zum TVT bleiben, aber nie gelang mehr wie der Anschlusstreffer. Mit zunehmender Spieldauer, setzten sich die Grünweissen, in der Offensive angeführt vom wirbligen Yannik Petrig, wieder weiter ab. In der 56. Minute lagen die Gäste klar mit 33:25 vorne, eine Kanterniederlange schien sich abzuzeichnen. Dann jedoch zollten die Thalwiler für die engagierte Deckungsarbeit und die schnelle Spielweise in der Offensive Tribut. Die Konzentration im Angriffsspiel ging ebenso verloren, wie der Wille zur bedingungslosen Verteidigungsarbeit. So musste man dem Gegner in den letzten 244 Sekunden einen 5:0-Lauf zugestehen. Vorbei wars damit mit dem möglichen Kantersieg.
Gegen die SG Oberland spielten:
Lukas Dech (8 Paraden/davon 1 Pen), Max Dubach (5); Yannik Petrig (8 Tore / davon 3 Pen), Liam Krause (7), Laurin Franck (6/1), Fisnik «Fisch» Sopaj (2), Pavo Maric (1), Mauro Wehrli (2), Sven Fuchs (1), Jaro Fäh, Henri Rothacher (3), Yannis Cadalbert, Gjon Quni (1), Keanu Merlo (2)
Spielfilm:
0:2 (5. Min), 2:5 (10.), 3:8 (15.), 5:10 (20.), 9:11 (25.), 15:16 (35.), 18:22 (40.), 21:26 (45.), 22:28 (50.), 25:32 (55.)
Zeitstrafen:
Je 5 x 2 Minuten
Siebenmeter:
Beide 4 von 5 verwertet
Der TV Thalwil ist mit den ersten zwei Monaten der Meisterschaft mehr als zufrieden. Es ist zu bedenken, dass man noch kein einziges Spiel gegen die Teams, welche sich aktuell zuhinterst in der Tabelle befinden, gespielt hat. Dieser Umstand und die bisherigen Leistungen geben durchaus Anlass, positiv in die nahe Handballzukunft zu blicken. Aktuell liegt das Team mit 7 Punkten aus 6 Spielen auf Rang 5.
Die nächsten Spiele finden allesamt auswärts statt. Am Dienstag, 10. November kommt es im Regio-Cup zum Derby gegen die SG Horgen/Wädenswil. Gegen den Absteiger aus der 1. Liga und aktuellen Tabellenführer in der Meisterschaft dürfte es für den Titelverteidiger aus Thalwil schwierig werden, sich für den Viertelfinal zu qualifizieren. Zumal die Partie in Horgen ausgetragen wird. Aber wie man ja weiss, haben Cupspiele ihre eigenen Regeln.
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