Einjähriges Berufkraut – jetzt handeln
Die gute Nachricht bezüglich der invasiven Pflanze ist: Ihre Samen sind relativ schwer und landen meist in unmittelbarer Nähe der Mutterpflanze. Die schlechte Nachricht: Die Samen bleiben über Jahre keimfähig. So können sie beispielsweise im Profil von Fahrzeugreifen in neu angelegte Naturschutzflächen oder auf Ruderalstandorte mit offenen Bodenstellen eingeschleppt werden.
Oft beginnt die Ausbreitung ganz unauffällig mit einzelnen Pflanzen. Genau hier liegt die Chance: Wer erste Pflanzen frühzeitig und richtig entfernt, kann viel Aufwand und hohe Folgekosten verhindern. Denn ist das Berufkraut erst einmal etabliert, lässt sich ein Bestand nur mit monatlichen Kontrollen über mehrere Jahre wirksam bekämpfen.
Darum gilt: Einzelne Pflanzen immer mitsamt der Wurzel ausreissen! Bleibt die Wurzel im Boden, treibt die Pflanze erneut aus und kann bereits nach 3–4 Wochen wieder blühen. Eine schmale Handschaufel erleichtert das Jäten deutlich. Bei blühenden Pflanzen sollten zudem mindestens die Blüten vorsichtig in einen Sack verpackt und im Kehricht entsorgt werden, da die Samen nachreifen können. Mehr zum Umgang mit Neophyten hier.







