Leerwohnungsziffer fällt auf 1 Prozent im Jahr 2025
Die Leerwohnungsziffer in der Schweiz wird voraussichtlich im Jahr 2025 auf 1,0 Prozent sinken. Diese Prognose ist Teil der offiziellen Leerwohnungszählung, die jährlich vom Bundesamt für Statistik (BFS) erhoben und veröffentlicht wird. Der anhaltende Rückgang der Leerstände ist ein deutliches Zeichen für die zunehmende Knappheit am Schweizer Wohnungsmarkt.
Zum Stichtag 1. Juni 2025 erwartet das BFS einen historischen Tiefstand bei den leerstehenden Wohnungen. Bereits in den vergangenen Jahren hatte sich die Wohnungsversorgung in vielen urbanen Regionen des Landes deutlich verschärft. Die mittelfristige Entwicklung legt nun nahe, dass die Verfügbarkeiten auch landesweit weiter rückläufig sind und in den kritischen Bereich rutschen.
Eine Leerwohnungsziffer von 1,0 Prozent gilt gemäss verschiedenen Fachstellen als ein Kriterium für Wohnungsknappheit. Der Schweizer Wohnungsmarkt zeigt sich somit angespannt, insbesondere in den Agglomerationen Zürich, Genf, Lausanne und Basel, wo seit Jahren eine starke Nachfrage auf ein zu geringes Angebot trifft.
Gemäss Experten beeinflussen mehrere Faktoren diesen Trend: zum einen die weiterhin hohe Nettozuwanderung, zum anderen ein anhaltender Baulandmangel und regulatorische Rahmenbedingungen, die den Wohnungsneubau verlangsamen. Auch gestiegene Baukosten sowie zunehmende Planungs- und Bewilligungsverfahren tragen dazu bei, dass weniger neue Wohnungen auf den Markt kommen.
Der Bundesrat nimmt diese Entwicklung ernst und beobachtet die Lage in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Wohnungswesen (BWO) genau. Bereits laufende Massnahmen zur Förderung des gemeinnützigen Wohnungsbaus sowie steuerliche Anreize für den Wohnungsbau sollen mittel- bis langfristig für Entspannung sorgen. Dennoch zeigt die aktuelle Prognose, dass rasch weitere Lösungen auf politischer und planerischer Ebene nötig sind, um der wachsenden Nachfrage gerecht zu werden.
Die definitive Leerwohnungszählung wird im September 2025 veröffentlicht. Bis dahin bleibt es zentral, die Wohnraumsituation gesamtschweizerisch zu beobachten und insbesondere einkommensschwache Haushalte gezielt zu unterstützen.
Quelle: https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/katalog.assetdetail.36153137.html






