Arbeitslosenkasse Kanton Zürich feiert 50-jähriges Jubiläum

Seit 50 Jahren steht die Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich (ALK) mit ihren Mitarbeitenden im Dienst der Arbeitnehmenden und Unternehmen des Kantons. Die Gründung der heutigen ALK geht auf das Jahr 1974 zurück, sie entstand aus der Fusion der damals acht bestehenden regionalen Kassen. Auf Wunsch des Winterthurer Stadtrates wurde Winterthur als Sitz der Kasse gewählt.
Die Arbeitslosenkasse betreute bei ihrem Start ihre Kunden mit acht Mitarbeitenden, die Höhe der Arbeitslosentaggelder betrug im gesamten Jahr rund 74’000 Franken. Zum Vergleich: Im Jubiläumsjahr 2024 beschäftigte die ALK rund 120 Mitarbeitende und bezahlte Taggelder in der Gesamthöhe von rund 500 Millionen Franken aus.
Für Unternehmen und Stellensuchende
Bei der Gründung der kantonalen Arbeitslosenkasse war die Arbeitslosenversicherung für die Arbeitnehmenden noch freiwillig. Das Obligatorium wurde auf Bundesebene erst 1976 provisorisch und 1983 definitiv eingeführt.
Neben ihrer ursprünglichen Funktion ist die Arbeitslosenkasse im Kanton Zürich auch für die Insolvenz-, die Schlechtwetter- und die Kurzarbeitsentschädigung verantwortlich, welche den Zürcher Unternehmen und ihren Mitarbeitenden in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zugutekommen. Darüber hinaus vergütet die ALK Beiträge an Arbeitsmarktliche Massnahmen, also zum Beispiel Kurse für Stellensuchende.
Voller Einsatz in Krisenzeiten
In ihrer 50-jährigen Geschichte war die ALK immer wieder mit wirtschaftlichen Krisen und dem damit verbundenen starken Anstieg der Arbeitslosenzahlen konfrontiert. Besonders in die Höhe schnellten die Zahlen während der Immobilienkrise und des Strukturwandels in der Industrie in den 1980-er- und 1990-er-Jahren und während der Dotcom- und der Finanzkrise nach der Jahrtausendwende.
Zuletzt wurde die Leistungsfähigkeit der ALK und ihrer Mitarbeitenden während der COVID19-Pandemie auf die Probe gestellt. Nachdem die Arbeitslosenversicherung innert kürzester Zeit von einer Welle von Voranmeldungen von rund 30’000 Betrieben im Kanton Zürich überrollt wurde, war es an der Arbeitslosenkasse, die monatlichen Anträge auf Abrechnung und Auszahlung von Kurzarbeitsentschädigung zu verarbeiten. Die ALK konnte zahlreiche Helferinnen und Helfer befristet anstellen und schulen. Zudem setzte die ALK über ein halbes Jahr eine zusammen mit dem Amt für Informatik entwickelte Robotics-Software ein, die den raschen Datentransfer ins Bundes-Abrechnungssystem sicherstellte. Durch den unermüdlichen Einsatz der Mitarbeitenden leistete die ALK einen sehr wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Bewältigung der Krise im Kanton Zürich.
Fokus auf Kundenorientierung
Im Rahmen der neuen Strategie des Amts für Arbeit wird die ALK ihre Kundenorientierung weiter verstärken und ihre Prozesse optimieren und digitalisieren. So werden die Mitarbeitenden beispielsweise seit neuestem beim Berechnen des versicherten Verdiensts von einem Tool unterstützt, das auf künstlicher Intelligenz basiert.
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