Chips-Alternativen: knackig und gut?

Im Vergleich zum Nährwertprofil herkömmlicher Kartoffelchips nach Schweizer Nährwertdatenbank, wiesen die untersuchten Chips-Alternativen im Durchschnitt etwa ein Drittel weniger Fett und doppelt so viel Protein auf. Diese Unterschiede resultieren aus den proteinreichen Rohstoffen sowie dem abweichenden Herstellungsverfahren. Die Angabe der Nährwerte ist gesetzlich vorgeschrieben und muss den Tatsachen entsprechen, damit die Kundschaft korrekt informiert wird. Bei drei der getesteten Produkte lagen die deklarierten Nährwertangaben ausserhalb des gesetzlichen Toleranzbereichs. Die betroffenen Unternehmen wurden angewiesen, ihre Kennzeichnung oder den Herstellungsprozess anzupassen, um korrekte Nährwertangaben sicherzustellen.
Neben dem Nährwertprofil wurden die Chips-Alternativen auch auf ihren Gehalt an Acrylamid untersucht. Es ist allgemein bekannt, dass stark erhitzte, trockene Lebensmittel Acrylamid enthalten können – eine Substanz, die als wahrscheinlich krebserregend gilt. Aus diesem Grund sollte die Acrylamid-Belastung in Lebensmitteln so gering wie möglich gehalten werden. In allen untersuchten Proben wurde auch Acrylamid nachgewiesen. Mit einem durchschnittlichen Wert von 130 µg/kg, lag dieser unter den Erfahrungswerten von herkömmlichen Kartoffelchips. Am stärksten war die einzige Probe Gemüsechips mit 480 µg/kg belastet. Für die Entstehung von Acrylamid sind verschiedene Faktoren von Bedeutung. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass sowohl ein hoher Gehalt an Zuckern (Glucose, Fruktose) als auch an Proteinen im Ausgangsmaterial die Bildung von Acrylamid begünstigen kann. Daneben spielen auch die Temperatur und Feuchtigkeit sowohl während der Lagerung als auch bei der Verarbeitung eine Rolle.
Während für Kartoffelchips ein gesetzlicher Richtwert für Acrylamid von 750 µg/kg festgelegt ist, fehlt ein solcher bis jetzt für Chips-Alternativen. Die Hersteller klassischer Kartoffelchips als auch von Alternativprodukten sind gesetzlich verpflichtet, durch geeignete Rohstoffe und Herstellungsverfahren den Gehalt so niedrig wie möglich halten.
Zusammenfassend bieten die untersuchten Alternativprodukten, bei massvollem Verzehr eine knackige Alternative zu herkömmlichen Kartoffelchips.






