Im Tanz die eigene Stimme finden

Empathie und Selbstvertrauen
Nicht für die Schule, für das Leben lernen wir: Hier in der Tanzgruppe zeigt sich, wie wahr diese Worte sein können. Gianna Sidler (16) und Emilie Hoffmann (17) sind beide seit der 1. Klasse mit dabei. Was lernen sie hier fürs Leben?
Emilie, die gerne eigene Choreografien macht, hat gelernt, ihre Erwartungen an andere einem Realitätscheck zu unterziehen: Was sie kann, darf sie nicht von anderen erwarten. «Ich musste lernen, mich in andere hineinzudenken, ich muss flexibel sein und mich anpassen. So wie ich mir eine Choreo am Anfang ausdenke, wird sie am Schluss nie!», sagt sie lachend.
Gianna, die sich auch schon an Choreografien versucht, mag besonders den Zusammenhalt in der Gruppe: «Hier ist es megacool, ich finde es schön, eine Bezugsgruppe ausserhalb der Klasse zu haben. Der Tanz verbindet uns. Tanzen gibt mir Selbstvertrauen.»
Und Noe Sitter, die sich von der Schülerin zur Assistentin entwickelt hat? «Ich habe hier in der Tanzgruppe Freundinnen gefunden aus verschiedenen Altersstufen. Man wächst zusammen und hilft einander. Der Tanz ist unsere gemeinsame Sprache. Ich habe schon drei Choreos auf die Bühne gebracht und dabei meine Stimme gefunden. Ich habe gelernt, mich auf die Bühne zu stellen und den Raum mit meiner Präsenz zu füllen. Das macht mich stark.» Und sie weiss nun auch einiges über Anatomie, über Knochen und Muskeln. Das kann sie gut gebrauchen, wenn sie demnächst Humanmedizin an der Uni Zürich studiert. Aber tanzen wird sie weiter, zum Ausgleich, aus Leidenschaft und aus Freude am DanceXChange.
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