Medienmitteilung Seewasser-Wärmeverbund Kilchberg
Die Gemeinde Kilchberg hat im Jahr 2024 die AEW Energie AG (AEW) für die Projektentwicklung für einen Seewasser-Wärmeverbund beauftragt. Im Rahmen der darauffolgenden Projektierungsarbeiten hat die AEW die technischen, wirtschaftlichen und betrieblichen Grundlagen erarbeitet sowie die Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit des Wärmeverbundes vertieft geprüft.
Das Konzept und die Wirtschaftlichkeit des geplanten Wärmeverbundes basierten wesentlich auf der Beteiligung der Lindt & Sprüngli AG. Diese war sowohl als bedeutende Energiebezügerin als auch insbesondere als Lieferantin von Abwärme ein zentraler Bestandteil des ursprünglichen Konzepts.
Im Verlauf der Projektentwicklung zeigte sich, dass die Lindt & Sprüngli AG nicht im geplanten Umfang in das Projekt eingebunden werden kann. Die AEW kam letztlich zum Schluss, dass der geplante Wärmeverbund unter den veränderten Rahmenbedingungen nicht mit einem wirtschaftlich tragfähigen Projekt umgesetzt werden kann.
Bereits bei der Ausschreibung zur Suche eines Projektentwicklers zeigte sich, dass die Rahmenbedingungen für einen Seewasser-Wärmeverbund in Kilchberg sehr anspruchsvoll sind. Mehrere Energieversorgungsunternehmen beurteilten die wirtschaftliche Tragfähigkeit des Projekts kritisch und entschieden sich deshalb, kein Angebot einzureichen.
Der Gemeinderat bedauert, dass die Nutzung von Seewasser als nachhaltige Energiequelle unter den gegebenen Rahmenbedingungen wirtschaftlich nicht umgesetzt werden kann. Er anerkennt jedoch, dass der Projektabbruch sachgerecht und nachvollziehbar ist, da die Rahmenbedingungen in Kilchberg keine wirtschaftlich tragfähige und selbsttragende Realisierung eines Seewasser-Wärmeverbundes ermöglichen.
GEMEINDERAT KILCHBERG
23. Juli 2026






