Stefanie Grob

Stimmts, dass Hurrikans mit wiblächä Nämä meh Toti und Vrletzti fordärä, wüll mä ihnä outomatisch weniger zuätrout und säch d Lüüt drum z spät oder gar nid i Sicherheit bringä?
Wenn es so etwas wie literarische Wut gibt – bei Stefanie Grob finden wir sie. Ihr neues Buch «Hochleischtigserholig» ist eine lustvolle Abrechnung mit so Einigem. Ironisch und todernst zugleich. Ob der wachsende Optimierungsdruck, das eigene Älterwerden, die länderspezifische Programmierungsethik selbstfahrender Autos, der Familienalltag, das Frausein in einer männerdominierten Welt … Stefanie Grob findet treffende Worte, mit denen sie uns ihre Argumente und Gefühle um die Ohren haut oder als Sprachspielereien anrichtet. Und auch die leisen Töne bekommen ihren Raum – wenn die Autorin liebevoll von dem alten Mann erzählt, der allmorgendlich im Schwimmbad seine Bahnen zieht, oder minutiös eine vom Nebel verdeckte Landschaft beschreibt. In ihren Radiokolumnen, Bühnentexten und Gedichten offenbart sich Stefanie Grob als wahrhafte Gladiautorin: Sie spielt und sie kämpft. Sie spielt mit Sprache und kämpft um Inhalte. Und wie in einem römischen Amphitheater geht es um alles.
Tatkräftig unterstützt (in Wort und Musik!) wird sie an der Buchvernissage von Sibylle Aeberli. Seit 2018 sind die beiden als Duo Aeberli/Grob unterwegs. Das sogar-theater-Publikum kennt sie als wahre Bühnenhurrikans.







