Halitis Kunststück reicht nicht: Thalwil unterliegt in Baden mit …
Der FC Thalwil muss sich in der zwölften Runde der 1. Liga Classic, Gruppe 3, dem FC Baden 1897 auswärts mit 1:3 geschlagen geben. Die Gastgeber verdienen sich den Sieg mit ihren schnellen Kombinationen und gefährlichen Angriffen über die Aussenbahnen. Thalwil hält die Begegnung dennoch bis rund zwanzig Minuten vor Schluss offen und setzt mit dem herrlich herausgespielten Ausgleich ein offensives Ausrufezeichen.
Vor 470 Zuschauern treffen im Stadion Esp zwei Mannschaften aufeinander, die mit jeweils 19 Punkten in die Partie gehen. Sonnenschein und ein kalter Wind bilden die Kulisse eines frischen Fussballnachmittags, an dem sich der FCT einiges vorgenommen hat.
Erste Halbzeit: Baden übernimmt das Kommando – Thalwil bleibt im Spiel
Die Anfangsphase verläuft ausgeglichen. Beide Teams suchen ihren Rhythmus, ohne zunächst grössere Risiken einzugehen. Einen Freistoss aus rund 25 Metern nimmt Noel Baumann sicher am Boden auf.
Mit zunehmender Spielzeit gewinnen die Gastgeber an Einfluss. Nach einem Eckball setzt Giovanni La Rocca in der 20. Minute einen Kopfball knapp neben das Tor. Vier Minuten später kommt Alessandro Barletta nach einem schnellen Vorstoss zum Abschluss. Baumann wehrt ab, Adriano Sodano klärt den Abpraller rechtzeitig vor einem weiteren Badener ins Aus.
Thalwil versteckt sich keineswegs. Die Mannschaft von Gianni Lavigna steht zunächst hoch und versucht, mit der Geschwindigkeit von Kedy Steven Bonsu und den spielerischen Impulsen von Denis Haliti eigene Akzente zu setzen. Allerdings ermöglichen Ballverluste in der Offensive dem Heimteam immer wieder gefährliche Gegenstösse.
In der 34. Minute zeigt der FCT, wie sich die Badener Defensive ausspielen lässt: Eine flüssige Kombination mit direkten Zuspielen führt zu einer Hereingabe, die Bonsu nur hauchdünn links am Tor vorbeilenkt.
Auf der Gegenseite bleibt Baden gefährlich. Michele Pepe wird nach einem Foul an Barletta verwarnt. Den anschliessenden scharfen Freistoss von Ensar Huruglica entschärft Baumann mit einer starken Reaktion.
Kurz vor der Pause kommt Thalwil nach einem schnellen Angriff über links nochmals zu einer guten Doppelchance. Der erste Abschluss wird abgewehrt, der zweite verfehlt das Tor. Nach drei Minuten Nachspielzeit geht es mit einem 0:0 in die Kabinen – bei Vorteilen für Baden, aber durchaus vorhandenen Möglichkeiten für die Gäste.
Zweite Halbzeit: Traumtor zum Ausgleich – Baden antwortet konsequent
Lavigna reagiert zur Pause und bringt Dion Salihu für den bereits verwarnten Pepe. Thalwil startet schwungvoll: In der 47. Minute schickt Haliti Bonsu mit einem langen Zuspiel auf die Reise. Der Angreifer setzt sich im Sprint durch und scheitert aus leicht spitzem Winkel an Simon Zalokar, der zur Ecke abwehrt.
Die Partie ist nun temporeich und offen. Beide Mannschaften suchen den Weg nach vorne. Lukas Miranda setzt sich auf der linken Seite sehenswert durch, seine Hereingabe gerät allerdings zu nahe an den Badener Torhüter.
Dann rückt Baumann erneut in den Mittelpunkt. In der 55. Minute taucht Davide Giampa nach einem Zuspiel frei vor ihm auf. Während die Thalwiler auf Abseits hoffen, bleibt ihr Schlussmann hellwach und verhindert mit einer hervorragenden Parade den Rückstand.
Zwei Minuten später ist aber auch er machtlos. Baden erobert den Ball auf der linken Seite im Mittelfeld und kombiniert sich mit schnellen, direkten Zuspielen nach vorne. Nach der Hereingabe findet sich Huruglica in aussichtsreicher Position und erzielt das 1:0. Der auffällige Offensivspieler gehört an diesem Nachmittag zu den prägenden Figuren auf dem Platz.
Die Antwort des FCT folgt in der 65. Minute – und sie ist sehenswert. Drei Thalwiler kombinieren sich am Strafraum durch die gegnerischen Reihen. Ein präziser Doppelpass bringt Captain Denis Haliti frei vor Zalokar in Stellung. Haliti behält die Ruhe und überwindet den Torhüter mit einem feinen Lupfer zum 1:1. Ein wunderschöner Treffer, der neue Hoffnung weckt.
Doch diese hält nur kurz. In der 69. Minute setzt sich ein Badener mit einer doppelten Finte im Strafraum durch. Seine Hereingabe erreicht Barletta, der allen zuvorkommt und zum 2:1 einschiesst.
Nach dem Ausgleich gelingt es Thalwil nicht mehr ausreichend, die Ordnung und die Abstände zwischen den Mannschaftsteilen zu halten. Baden nutzt die Räume, insbesondere auf den Flügeln, konsequent. Baumann verhindert in der 76. Minute nach einem Ballverlust im Aufbau gegen Diego Rhein mit einer weiteren starken Parade einen höheren Rückstand.
Lavigna versucht mit einem Dreifachwechsel neue Impulse zu setzen. Dennoch fällt in der 80. Minute die Entscheidung: Nach einem weiteren Ballverlust auf der rechten Seite und einer Hereingabe in die Mitte vollendet Barletta zum 3:1. Für den Thalwiler Torhüter gibt es erneut kaum eine Abwehrmöglichkeit.
Der FCT gibt sich nicht auf. Nach einem Eckball in der 83. Minute steigt Sodano hoch und zwingt Zalokar mit einem wuchtigen Kopfball zu einer Glanzparade am Lattenkreuz. Mehrere Thalwiler reklamieren einen Treffer, doch das Schiedsrichterteam entscheidet auf Weiterspielen.
In der Schlussphase vergibt Baden durch Tim Senti noch eine klare Gelegenheit. Nach zwei Minuten Nachspielzeit steht der verdiente 3:1-Heimsieg fest.
Schlusswort: Aus der Niederlage lernen – gegen Widnau reagieren
Baden war an diesem Nachmittag die durchschlagskräftigere Mannschaft und hat sich die drei Punkte verdient. Thalwil darf dennoch festhalten, dass es die Begegnung lange offenhielt, eigene Chancen herausspielte und mit dem Ausgleich seine spielerischen Qualitäten eindrücklich zeigte. Noel Baumann hielt sein Team zudem mit mehreren ausgezeichneten Paraden im Spiel.
Entscheidend war, dass nach dem 1:1 die defensive Geschlossenheit zeitweise verloren ging. Gegen die schnellen und technisch starken Gastgeber wurden Ballverluste und freie Räume konsequent bestraft. Das ist eine Niederlage, aus der sich wertvolle Lehren ziehen lassen.
Nun richtet sich der Blick auf Samstag, 7. November, und das Heimspiel gegen den FC Widnau. Dort braucht es wieder mehr Stabilität, Konzentration und Entschlossenheit in den entscheidenden Momenten. Das Ziel ist klar: Mit einem Sieg will sich der FC Thalwil rehabilitieren und zurück auf Kurs kommen.
Matchtelegramm
FC Baden 1897 – FC Thalwil 3:1 (0:0)
Wettbewerb: 1. Liga Classic, Gruppe 3 – 12. Runde
Datum: Samstag, 31. Oktober 2026
Anpfiff: 16.00 Uhr
Spielort: Stadion Esp, Baden
Zuschauer: 470
Schiedsrichter: Alexander Tester
Assistenten: Patrick Arnold und Erdi Kutay
Tore: 57. Ensar Huruglica 1:0; 65. Denis Haliti 1:1; 69. Alessandro Barletta 2:1; 80. Alessandro Barletta 3:1.
FC Baden 1897: Simon Zalokar (1); Sven Kunz (2), Elis Isufi (5), Patrick Muff (4), Simon Tschopp (24); Noah Marlon Probst (22), Endrit Ukshini (19); Giovanni La Rocca (29), Ensar Huruglica (11), Alessandro Barletta (25); Davide Giampa (10, Captain).
Ersatzspieler: Stefan Mitrev (30), Fabrice Suter (16), Uwejs Ameti (27), Gian Vogt (8), Joel Brack (14), Diego Rhein (26), Tim Senti (28).
Wechsel Baden: 19. Joel Brack für Sven Kunz; 25. Fabrice Suter für Simon Tschopp; 72. Tim Senti für Davide Giampa; 72. Diego Rhein für Giovanni La Rocca.
Trainer: Ivan Previtali.
FC Thalwil: Noel Baumann (1); Michele Pepe (27), Adriano Sodano (4), Damjan Simic (5), Lukas Miranda Ressurreição (3); Ardi Morina (8), Edis Memic (6); Leon Gjikollaj (20), Denis Haliti (10, Captain), Male Tolaj (7); Kedy Steven Bonsu (11).
Ersatzspieler: Miroslav Dabic (97), Dion Salihu (2), Yannis Barrow (12), Emre Ekinci (29), Emil Crnovrsanin (23), Jak Mesto (24), Patrick Akessi (16; im offiziellen Matchcenter als Mohamed Akessi geführt).
Wechsel Thalwil: Pause: Dion Salihu für Michele Pepe; 73. Emil Crnovrsanin für Ardi Morina; 73. Patrick Akessi für Male Tolaj; 73. Jak Mesto für Leon Gjikollaj; 80. Emre Ekinci für Kedy Steven Bonsu.
Trainer: Gianni Lavigna.
Verwarnungen: 36. Michele Pepe; 51. Fabrice Suter; 59. Ardi Morina; 84. Denis Haliti.
Nächstes Spiel: Samstag, 7. November 2026: FC Thalwil – FC Widnau.
HOPP FCT! 💚🤍
Antonio Di Cerbo






