Trotz zahlreicher Absenzen: FC Thalwil holt verdienten Punkt in Di …
Mit einer ungewohnten Startelf und vielen fehlenden Stammspielern erkämpft sich der FC Thalwil beim FC Dietikon ein 1:1. Patrick Akessi bringt die Gäste per Elfmeter in Führung. Nach dem Ausgleich übersteht Thalwil eine intensive Schlussphase und nimmt einen wertvollen Punkt mit nach Hause.
Die achte Meisterschaftsrunde führte den FC Thalwil zum FC Dietikon. Bei sonnigem, spätsommerlichem Wetter und rund 25 Grad musste Trainer Gianni Lavigna seine Mannschaft auf mehreren Positionen umstellen: Verletzungen, andere Verpflichtungen und Sperren hatten den Kader deutlich ausgedünnt. Unter anderem fehlten Captain Denis Haliti nach seiner vierten Gelben Karte sowie Angreifer Kedy Bonsu. Adriano Sodano führte die Gäste als Captain aufs Feld.
Für mehrere Spieler, die bisher weniger regelmässig zum Einsatz gekommen waren, bot sich damit die Gelegenheit, von Beginn an Verantwortung zu übernehmen. Sie nutzten diese Chance und brachten Einsatz und frische Energie ins Thalwiler Spiel.
Erste Halbzeit
Die Partie begann ausgeglichen. Beide Teams suchten den Weg nach vorne, ohne zunächst zu einer klaren Torchance zu kommen. In der 11. Minute jubelte Dietikon kurz, doch der Treffer von Valdrin Dalipi wurde wegen einer Abseitsstellung zu Recht aberkannt.
Thalwil kam mit zunehmender Spieldauer besser in die Begegnung. In der 18. Minute eroberten die Gäste den Ball im Mittelfeld. Weil Dietikons Torhüter Matthias Grob weit vor seinem Tor stand, folgte ein flacher Abschluss aus grosser Distanz, der nur knapp vorbeiging. Danach übernahm Thalwil immer häufiger die Initiative. Gerade die Spieler, die sonst weniger Einsatzzeit erhalten, trugen mit viel Laufbereitschaft dazu bei, dass die Gäste das Spiel über längere Phasen kontrollierten.
Dietikon blieb gefährlich: In der 36. Minute gelangten die Gastgeber in den Thalwiler Strafraum, doch ein Verteidiger lenkte den Ball rechtzeitig ab, bevor ein Abschluss aufs Tor möglich war. Nach einer Minute Nachspielzeit ging es beim Stand von 0:0 in die Pause. Insgesamt hatte Thalwil in einer ausgeglichenen ersten Hälfte etwas mehr Initiative gezeigt.
Zweite Halbzeit
Unmittelbar nach Wiederbeginn sorgte Dietikon mit einer Hereingabe, die knapp über die Latte strich, für Gefahr. Dann schlug Thalwil zu: Nach einem Foul im Strafraum pfiff der Schiedsrichter Elfmeter für die Gäste. Der Ball landete im weiteren Verlauf der Aktion zwar im Tor, der Pfiff war jedoch bereits erfolgt. Patrick Akessi übernahm die Verantwortung und verwandelte den Strafstoss in der 49. Minute zur 0:1-Führung.
Dietikon reagierte mit mehr Druck und zahlreichen Flanken. Die Thalwiler Defensive hielt zunächst stand, und Torhüter Miro Dabić musste lange keine aussergewöhnliche Parade zeigen. In der 69. Minute fiel dennoch der Ausgleich: Dabić wehrte einen ersten Abschluss zur Seite ab. Dietikon brachte den Ball erneut vor das Tor, die Hereingabe ging durch den Strafraum, und der kurz zuvor eingewechselte Mattia Rosolen traf aus kurzer Distanz zum 1:1.
Nach dem Ausgleich gewannen die Gastgeber an Schwung. Thalwil setzte aber ebenfalls Akzente: Der eingewechselte Nico Schilcher kam nach einem langen hohen Rückpass, der Dietikons Torhüter in Bedrängnis brachte, aus seitlicher Position zum Abschluss. Grob lenkte den Ball zum Eckball.
In der Schlussphase brauchte Thalwil neben einer konzentrierten Abwehrleistung auch etwas Glück. In der 86. Minute hob ein Dietikoner Angreifer den Ball über den herauslaufenden Dabić, verfehlte das Tor aber knapp. In der Nachspielzeit kam Leonardo Beuggert nach einer Flanke von links frei zum Kopfball und setzte ihn über die Latte. Nach knapp fünf Minuten Nachspielzeit blieb es beim 1:1.
Schlusswort
Der späte Druck des FC Dietikon war deutlich zu spüren, und bei den grossen Chancen zum Schluss hatte Thalwil auch das nötige Glück. Über die gesamte Spielzeit betrachtet ist der Punktgewinn jedoch verdient. Die Gäste hatten das Spiel über längere Phasen gut im Griff und liessen sich von den zahlreichen Ausfällen nicht aus der Bahn werfen.
Besonders erfreulich war der Auftritt der Spieler, die heute für fehlende Stammkräfte einsprangen: Sie liessen niemanden vermissen, übernahmen Verantwortung und gaben der Mannschaft frische Impulse. So nimmt der FC Thalwil vor rund 300 Zuschauerinnen und Zuschauern einen Punkt aus Dietikon mit, der angesichts der schwierigen personellen Ausgangslage besonders wertvoll ist.
Spieldaten
FC Dietikon – FC Thalwil 1:1 (0:0)
Tore: 49. Patrick Akessi 0:1 (Elfmeter); 69. Mattia Rosolen 1:1.
Zuschauer: ca. 300.
Schiedsrichter: Simon Boven; Assistenten: Mathis Savioz und Dylan Oppliger.
FC Dietikon: Matthias Grob; Yorby Fondeur, Noah Behringer, Romain Dubosclard; Leonardo Beuggert, Josiah Daniel, Caruã Nogueira Dos Santos, Jannis Kalpaxidis; Diego Lobo, Franco Sebastian Gandini Andreuccetti, Valdrin Dalipi (C). Trainer: Daniel Tarone.
FC Thalwil: Miroslav Dabić; Yannis Barrow, Adriano Sodano (C), Lukas Miranda Ressurreição; Edis Memić, Emre Ekinci, Flynn Kopp, Ardi Morina; Leon Gjikollaj, Emil Crnovršanin, Patrick Akessi. Trainer: Gianni Lavigna.
Auswechslungen FC Dietikon: 46. Jose Manuel Pamies Serna für Jannis Kalpaxidis; 46. Andrija Andjelkovic für Franco Sebastian Gandini Andreuccetti; 60. Rachad Ganiyou für Noah Behringer; 60. Mattia Rosolen für Romain Dubosclard; 82. Marc Triet für Diego Lobo.
Auswechslungen FC Thalwil: 76. Male Tolaj für Leon Gjikollaj; 76. Nico Schilcher für Mohamed Akessi; 80. Jak Mesto für Ardi Morina; 85. Luke Gonzenbach für Emre Ekinci; 85. Jonas Prinz für Emil Crnovršanin.
Gelbe Karten: 29. Jannis Kalpaxidis (Dietikon); 64. Emre Ekinci, 73. Yannis Barrow, 75. Ardi Morina (alle Thalwil).
HOPP FCT!
Antonio Di Cerbo







