Dion Salihu: Zurück. Stärker. Bereit.
Name: Dion Salihu
Geburtsdatum: 7. Oktober 2002
Geburtsort: Ferizaj, Kosovo
Nationalität: Schweiz / Kosovo
Position: Aussenverteidiger
Starker Fuss: rechts
Trikotnummer: 2
Beim FC Thalwil seit: Juli 2024
⚽ Bisherige Vereine
- FC Horgen
- FCZ Academy
- FC Red Star Zürich
- FC Wettswil-Bonstetten
- FC Red Star Zürich
- FC Thalwil
⚡ Stop & Go mit Dion
Zum Aufwärmen ein paar kurze Fragen. Nicht lange überlegen – spontan antworten!
Lieblingsessen:
Rib Eye Steak
Lieblingsverein:
Real Madrid
Fussballerisches Vorbild:
Cristiano Ronaldo
Lieblingsmusik / Lieblingskünstler:
House & MJ
Ritual vor einem Spiel:
Espresso Doppio
Lieblingstrikotnummer:
7
Bisheriges Karriere-Highlight:
Cup-Spiel gegen St. Gallen und Testspiel mit der U19-Nationalmannschaft Albaniens in Kopenhagen.
Schönster Moment beim FC Thalwil:
Aufstieg in die 1. Liga.
Schönste Erinnerung aus deiner Juniorenzeit:
Die vielen Freundschaften, die ich in dieser Zeit geschlossen habe – einige davon halten bis heute. Auch die Hallenturniere und die Cordial Cups waren immer ein Highlight.
Hobby neben dem Fussball:
Padel, Angeln und Kaffee trinken.
Wenn du kein Fussballer wärst, wärst du …:
Wahrscheinlich Barista mit eigenem Café.
Dion Salihu in drei Worten:
Fux, zielstrebig und loyal.
Mit welchem Mitspieler würdest du gerne einmal für einen Tag die Rollen tauschen?
Luke Gonzenbach …
Lieber selbst ein Tor schiessen oder in der 90. Minute ein sicheres Gegentor verhindern?
Selbst ein Tor schiessen.
🎙️ Das grosse Interview
1. Dion, beginnen wir ganz am Anfang. Wie bist du zum Fussball gekommen und welche Erinnerungen hast du an deine ersten Jahre als Junior beim FC Horgen?
Zum Fussball gekommen bin ich durch meinen Vater. Wir haben schon früh zusammen gekickt und als er mir dann meine ersten Fussballschuhe und die blauen Stutzen gekauft hat, hat mich das Fussballfieber richtig gepackt. Von da an hatte ich einfach nur Freude auf dem Platz – und das ist bis heute so geblieben.
2. Einen wichtigen Teil deiner fussballerischen Ausbildung hast du später beim FC Red Star Zürich absolviert. Wie hast du diese Zeit erlebt und wie hat sie dich als Fussballer geprägt?
Diese Zeit war deutlich ernster – jeder wollte Profi werden, und das hat man auch gemerkt. Ich habe in dieser Phase sicher viel mehr Disziplin mitbekommen und gelernt, dass man die Basics wirklich perfektionieren muss, um auf höchstem Niveau mithalten zu können. Gleichzeitig habe ich sehr viele Freundschaften geschlossen und tolle Erinnerungen gesammelt.
3. In deiner Juniorenzeit wurdest du teilweise auch im Mittelfeld eingesetzt. Heute kennen wir dich vor allem als Aussenverteidiger. Wie kam es zu diesem Positionswechsel und auf welcher Position fühlst du dich persönlich am wohlsten?
Bei Roman Matter in der U16 habe ich einige Testspiele als Aussenverteidiger gemacht, und ab da habe ich diese Position übernommen. Grundsätzlich fühle ich mich aber auf fast jeder Position wohl – nur nicht im Tor. 😂
Die ersten Erfahrungen im Aktivfussball
4. Bereits als junger Spieler konntest du Erfahrungen in der 1. Liga sammeln – unter anderem beim FC Red Star Zürich und beim FC Wettswil-Bonstetten. Wie wichtig waren diese Jahre für deine fussballerische Entwicklung?
Diese Jahre waren sehr wichtig für mich. Mein 1. Liga Debüt habe ich mit 17 Jahren unter Giovanni Gargiulo gefeiert – dadurch konnte ich mich schon früh im Herrenfussball akklimatisieren und Erfahrung sammeln.
5. Du hast dadurch schon früh erlebt, welche Anforderungen auf diesem Niveau gestellt werden. Was hast du aus dieser Zeit mitgenommen, das dir heute wieder in der 1. Liga Classic hilft?
Vor allem das Selbstvertrauen, das man sich mit der Erfahrung und den gespielten Minuten erarbeitet. Und dass man – auch wenn man kein Profi ist – auf seine Physis und seinen Körper achten und hören muss.
💚🤍 Der Wechsel zum FC Thalwil
6. Im Sommer 2024 bist du zum FC Thalwil gewechselt. Wie kam der Kontakt zustande und was hat dich damals davon überzeugt, den Schritt nach Thalwil zu machen?
Der Kontakt kam durch Trainer Gianni Lavigna und den damaligen Sportchef Chrigi Müller zustande. Da ich einige Spieler in Thalwil bereits kannte und selbst in Horgen wohne, war das für mich ein schneller und einfacher Entscheid.
7. Wie hast du deine erste Saison beim FC Thalwil erlebt – sportlich, aber auch menschlich innerhalb der Mannschaft und des Vereins?
Meine erste Saison beim FC Thalwil habe ich sehr gut erlebt. Anfangs war ich einige Spiele verletzt, kam aber relativ schnell zurück. Sportlich hatten wir immer wieder gute Phasen, liessen uns aber ab und zu auch etwas verunsichern. Menschlich habe ich viele neue Charaktere kennengelernt, die Mannschaftsstimmung war von Anfang an sehr gut, und auch rund um Verein und Staff hat sich alles in eine positive Richtung entwickelt.
💪 Eine schwierige Zeit – Verletzung und Comeback
8. Die vergangene Saison verlief für dich persönlich ganz anders als erhofft. Eine Verletzung hat dich lange Zeit ausgebremst und du konntest nur sehr wenig spielen. Was genau ist passiert und wie hast du diese schwierige Phase erlebt?
Ich hatte einen Mittelfussbruch erlitten. Zuerst wollte ich mich ohne Operation aufbauen, kam aber etwa zwei Wochen zu früh zurück und habe mir dabei die gleiche Verletzung nochmals zugezogen. Danach habe ich mich für eine Operation entschieden. Es war eine schwierige Zeit – sechs Wochen an Stöcken und insgesamt über 36 Physiotherapie-Sitzungen. Ich bin regelmässig ins Gym gegangen, um fit zu bleiben, aber das ist natürlich nicht dasselbe wie auf dem Fussballplatz zu stehen. Umso mehr freue ich mich, heute wieder da zu sein.
9. Eine längere Verletzung ist für einen Fussballer nicht nur körperlich, sondern auch mental eine grosse Herausforderung. Gab es Momente, in denen du gezweifelt hast? Und was oder wer hat dir besonders geholfen, weiterzumachen?
Ja, anfangs hatte ich schon Angst, ob ich überhaupt jemals wieder normal rennen und schiessen kann. In dieser Zeit waren vor allem meine Eltern und meine Geschwister für mich da, aber auch mein Physiotherapeut Ema hat mich sehr unterstützt.
10. Gleichzeitig spielte die Mannschaft eine aussergewöhnliche Saison und schaffte den Aufstieg in die 1. Liga Classic. Wie war es für dich, diesen grossen Erfolg mitzuerleben, obwohl du auf dem Platz selbst nur wenig dazu beitragen konntest?
Sehr schön – vor allem zu sehen, wie meine Teamkollegen und der Staff nach der vorherigen Saison diesen Erfolg feiern konnten, hat mich sehr gefreut, auch wenn ich selbst nur wenig dazu beitragen konnte.
11. Gab es während deiner Rehabilitation einen bestimmten Moment, in dem du gemerkt hast: Jetzt bin ich wieder bereit – jetzt kann ich wieder richtig Fussball spielen?
Wenn ich einen bestimmten Moment nennen müsste, dann wahrscheinlich den Saisonauftakt – da habe ich zum ersten Mal seit meiner Verletzung wieder ein Pflichtspiel komplett durchgespielt und gespürt: Jetzt bin ich wirklich zurück.
🔙 Zurück auf dem Platz
12. In dieser Saison hat sich deine persönliche Situation komplett verändert. Du bist wieder fit und gehörst regelmässig zur Mannschaft beziehungsweise zur Startelf. Was bedeutet es dir nach dieser langen Verletzungspause, wieder das Vertrauen des Trainers zu spüren und auf dem Platz eine wichtige Rolle übernehmen zu können?
Ehrlich gesagt geniesse ich es einfach, wieder ganz normal Fussball spielen zu können und Teil des Teams zu sein, ohne mir Gedanken über den Fuss machen zu müssen. Das Vertrauen des Trainers ist natürlich schön, aber für mich zählt vor allem, dass ich wieder performen kann – und das auch bestätige.
13. Nach einer längeren Verletzung braucht es manchmal Zeit, bis man wieder hundertprozentiges Vertrauen in den eigenen Körper hat. Ist dieses Vertrauen bei dir inzwischen vollständig zurück?
Ja, sonst würde ich nicht spielen.
⚽ Wieder in der 1. Liga
14. Mit dem Aufstieg des FC Thalwil spielst du nun wieder auf einem Niveau, das du bereits aus deiner Zeit bei Red Star und Wettswil-Bonstetten kennst. Wie beurteilst du die 1. Liga Classic heute und wo siehst du die grössten Unterschiede zur 2. Liga Interregional?
Ich denke, es ist im Grunde immer noch dieselbe Liga wie damals – gegenüber der 2. Liga Interregional ist einfach alles ein bisschen schneller. Jede Mannschaft ist gut, und dementsprechend muss man jedes Wochenende von Neuem performen.
15. Als Aussenverteidiger sind die Anforderungen heute sehr vielseitig: defensiv stabil stehen, Zweikämpfe gewinnen, aber gleichzeitig auch das Offensivspiel unterstützen. Wie würdest du deinen eigenen Spielstil beschreiben und wo liegen deine grössten Stärken?
Ich versuche, die Balance zwischen Verteidigung und Offensive zu finden – also defensiv sauber zu stehen, aber auch offensiv Impulse zu setzen. Meine grössten Stärken sehe ich in der Spielintelligenz, meiner Ausdauer und meiner Technik.
16. Und wo siehst du bei dir selbst noch Verbesserungspotenzial? Gibt es einen bestimmten Bereich deines Spiels, an dem du momentan besonders intensiv arbeitest?
Wenn ich ehrlich bin, wäre mein grösstes Verbesserungspotenzial, mich einfach weniger zu verletzen.
🏆 Der grosse Cup-Moment gegen St. Gallen
17. Am 16. August durftest du im Schweizer Cup gegen den Super-League-Club FC St. Gallen 1879 in der Startelf stehen. Was ging dir durch den Kopf, als du auf den Brand eingelaufen bist und diese aussergewöhnliche Kulisse gesehen hast?
Es war ein wirklich cooles Erlebnis, vor so vielen Leuten zu spielen. Entsprechend gross war auch die Freude und Vorfreude, als ich auf den Platz eingelaufen bin.
18. Gerade wenn man deine schwierige Zeit mit der Verletzung berücksichtigt: War dieses Spiel gegen einen Super-League-Club für dich vielleicht noch emotionaler – vielleicht sogar eine Art Belohnung für all die Arbeit, Geduld und Energie, die du in dein Comeback investiert hast?
Kann gut sein. Ich bin auf jeden Fall sehr dankbar, das erlebt haben zu dürfen, und freue mich schon auf das, was noch kommt.
19. Was bleibt dir persönlich von diesem Cupspiel am stärksten in Erinnerung – ein bestimmter Moment auf dem Platz, die Atmosphäre oder vielleicht etwas ganz anderes?
Vor allem die Stimmung auf dem Brand und die Tatsache, dass ich das alles zusammen mit meinen Mannschaftskollegen, Freunden und meiner Familie erleben durfte.
👥 Mannschaft und Teamgeist
20. Diese Mannschaft hat in den vergangenen Monaten sehr viel erlebt: Aufstieg, Schweizer Cup gegen St. Gallen und jetzt die Herausforderung 1. Liga Classic. Was macht diese FC-Thalwil-Mannschaft aus deiner Sicht besonders?
Für mich sind es vor allem die Menschen im Verein, die diese Mannschaft besonders machen – der Staff, der Präsident, die Junioren und Juniorinnen, das Clubhaus, die Spieler, die Zuschauer und alle, die sonst noch dazugehören. Alle zusammen.
21. Mit einigen deiner heutigen Mitspieler kennst du dich schon aus früheren Jahren. Mit Edis Memic beispielsweise hast du bereits in der Nachwuchszeit beim FC Red Star zusammengespielt. Heute steht ihr gemeinsam für den FC Thalwil in der 1. Liga auf dem Platz. Ist das für dich manchmal ein besonderer „Full-Circle-Moment“?
Ja, auf jeden Fall. Es ist immer wieder lustig und schön, mit jemandem über Momente zu sprechen, die man schon in der Jugend zusammen erlebt hat.
22. Wie würdest du die Stimmung innerhalb der Mannschaft beschreiben? Und welche Rolle spielt dieser Zusammenhalt für den sportlichen Erfolg des FC Thalwil?
Aktuell herrscht eine sehr gute Stimmung in der Mannschaft. Ich denke, dass der Zusammenhalt vor allem auch in schwierigeren Phasen eine wichtige Rolle spielt – deshalb macht es auch Sinn, ab und zu ein tolles Trainingslager zu organisieren. 😉
🎯 Ziele und Zukunft
23. Der FC Thalwil ist als Aufsteiger gut in das Abenteuer 1. Liga Classic gestartet. Was traust du dieser Mannschaft in dieser Saison zu und welches Ziel sollte aus deiner Sicht realistisch sein?
Ich denke, es ist noch zu früh, um zu sagen, was wir dieses Jahr alles erreichen können. Wichtig ist aktuell, Spiel für Spiel alles zu geben – gemäss Gianni Lavigna sieht man nach etwa 6 Spielen, in welche Richtung es geht. Unser Ziel ist klar der Ligaerhalt.
24. Was sind deine persönlichen Ziele für diese Saison? Gibt es etwas, das du unbedingt erreichen möchtest?
Fit zu bleiben, regelmässig Minuten zu sammeln und der Mannschaft so gut es geht zu helfen.
25. Du bist 23 Jahre alt und hast noch viele Fussballjahre vor dir. Wenn du etwas weiter in die Zukunft blickst: Welche sportlichen Ziele und Träume hat Dion Salihu noch?
Ich möchte einfach noch viele tolle Erlebnisse sammeln und weiterhin auf einem guten Niveau performen. Ansonsten mache ich mir darüber noch keine grossen Gedanken.
💚🤍 Schlusswort
Dion, du hast eine schwierige Zeit hinter dir, bist nach deiner Verletzung zurückgekommen und stehst heute wieder regelmässig für den FC Thalwil auf dem Platz. Zum Abschluss gehört deshalb das letzte Wort ganz dir: Gibt es etwas, das du deinen Mitspielern, dem Trainerteam, den Fans und allen Menschen rund um den FC Thalwil sagen möchtest?
Vielen Dank für das Vertrauen und die Unterstützung! Auch speziellen Dank an Gianni, Antonio, Martin, Michi, Moli und Stefan. Es wird ein sehr guter Job gemacht und alle ziehen am gleichen Strick.
Und der Mannschafts-DJ ist zurück! 😉
💚🤍 Danke, Dion!
Der FC Thalwil bedankt sich herzlich bei Dion Salihu für seine Offenheit, sein Engagement und seine Professionalität bei diesem Interview.
Nach einer schwierigen Zeit mit Verletzung und Rehabilitation hat Dion eindrucksvoll gezeigt, was es bedeutet, mit Geduld, Disziplin und Leidenschaft zurückzukommen. Umso schöner ist es, ihn heute wieder regelmässig auf dem Platz und als wichtigen Teil unserer Mannschaft zu sehen.
Vielen Dank, Dion, für deinen Einsatz auf und neben dem Platz. Wir wünschen dir weiterhin viel Erfolg, Gesundheit und viele unvergessliche Momente im Trikot des FC Thalwil! 💚🤍
Antonio Di Cerbo






