Tolaj-Doppelpack sichert FC Thalwil drei Punkte gegen Ajoie-Monter …
13.9.2025 – 16:00 – FC Thalwil vs. FC Ajoie-Monterri 2:1 (2:0) – Sportplatz Etzliberg, Thalwil – Zuschauer 100
Etzliberg, Thalwil – 13. September 2025.
Vor 100 Zuschauern feierte der FC Thalwil einen hart erkämpften, aber verdienten 2:1-Heimsieg gegen den FC Ajoie-Monterri. Dank eines Blitzstarts mit zwei frühen Toren von Male Tolaj brachte sich die Mannschaft von Beginn an auf die Siegerstrasse. Am Ende war es eine leidenschaftliche Abwehrleistung sowie ein glänzend aufgelegter Torhüter Noel Baumann, die den Dreier sicherten.
Spielverlauf
Erste Halbzeit
Bereits in der 1. Minute die kalte Dusche für die Gäste: Male Tolaj setzte sich im Strafraum durch und brachte Thalwil mit 1:0 in Führung. Nur wenig später, in der 12. Minute, war es erneut Tolaj, der nach schönem Zusammenspiel den Ball ins Netz beförderte – 2:0.
Thalwil spielte mit viel Selbstvertrauen und hätte die Führung sogar ausbauen können: Ein Kopfball von Adriano Sodano nach einem Eckball von Haliti flog nur knapp am Tor vorbei (7’), und kurz vor der Pause strich ein weiterer Kopfball nach Halitis perfektem Corner hauchdünn über die Latte (40’).
Die Gäste aus dem Jura fanden zwar nach einer halben Stunde besser ins Spiel, blieben aber im letzten Drittel ungefährlich. Mit einer soliden Abwehrarbeit um Innenverteidiger Sodano und Torhüter Baumann ging es mit einer verdienten 2:0-Führung in die Pause.
Zweite Halbzeit
Nach dem Seitenwechsel wechselte Ajoie-Monterri gleich doppelt, unter anderem im Tor. Die Gäste erhöhten sofort den Druck und kamen zu mehr Ballbesitz. Ein gefährlicher Freistoss in der 47. Minute wurde von Baumann mit etwas Glück entschärft. Auf der Gegenseite hätte Lucas Miranda in der 51. Minute mit einer schönen Aktion und Querpass beinahe das 3:0 eingeleitet.
Die Partie wurde nun härter geführt, blieb aber intensiv und fair. In der 69. Minute fiel der Anschlusstreffer: Abdoulaye Traore verwandelte nach einem schnellen Angriff über die rechte Seite zum 2:1. Nun begann eine Zitterpartie.
Die Schlussphase gehörte eindeutig den Gästen, die mit hohem Tempo und präzisem Passspiel Druck machten. Doch Thalwil verteidigte leidenschaftlich. Vor allem Adriano Sodano klärte mehrere gefährliche Hereingaben souverän. In der 91. Minute vergab Denis Haliti nach einem Konter die grosse Chance zur Entscheidung, scheiterte aber am gegnerischen Keeper.
Die letzten Minuten wurden dramatisch: In der 92. Minute parierte Baumann spektakulär einen Schuss aus kurzer Distanz, und in der 95. Minute rettete er beim Eckball gleich doppelt. Der Abpfiff liess Spieler wie Fans kollektiv aufatmen – der knappe Sieg war gesichert.
Kommentar
Es war ein hart umkämpftes Spiel mit insgesamt sechs Gelben Karten, je drei auf beiden Seiten. Eine negative Note: Unser Verteidiger Kevin Iodice erlitt nach einem harten Zweikampf im zweiten Durchgang einen Ellbogenschlag, der einen Bruch des Nasenbeins verursachte. Seine Situation muss noch genauer beurteilt werden, doch höchstwahrscheinlich wird er in den kommenden Spielen fehlen.
Fazit
Es war kein schönes Spiel, aber ein Sieg der Moral. Thalwil nutzte seine Chancen zu Beginn eiskalt und bewies am Ende grosse Nervenstärke. Solche knappen Siege sind oft besonders wertvoll, denn sie zeigen, dass die Mannschaft auch in schwierigen Momenten zusammensteht.
Mit diesen drei Punkten übernimmt der FC Thalwil die Tabellenführung. Doch Trainer und Spieler wissen: Die Saison ist noch jung, und schon nächsten Samstag wartet mit dem Auswärtsspiel bei FC Liestal (BL) ein echtes Spitzenduell. Wichtig wird sein, konzentriert zu bleiben, mit Demut weiterzuarbeiten und jede Partie mit derselben Einstellung anzugehen.
HOPP FC Thalwil!
Torschützen
- 1:0 Male Tolaj (1’)
- 2:0 Male Tolaj (12’)
- 2:1 Abdoulaye Traore (69’)
Aufstellung FC Thalwil
1. Noel Baumann – 4. Adriano Sodano – 13. Kevin Iodice (→ 53’ Salen Dzaferi) – 8. Lukas Miranda Ressurreição – 6. Edis Memic – 27. Diego Miguel Corvalan Couceiro – 7. Male Tolaj (→ 72’ Leandro Da Silva Marques) – 10. Denis Haliti (C) – 17. Arlind Gashi (→ 71’ Laze Stojkovski) – 20. Leon Gjikollaj – 11. Kedy Steven Bonsu (→ 84’ Luke Gonzenbach)
Antonio Di Cerbo






