0:9 gewinnen die D/9a-Juniorinnen beim FC Oerlikon/Polizei
Holpriger Start zu einem vermeintlich einfachen Spiel wird erst im dritten Abschnitt mit 5 Toren in 4 Minuten entschieden. Jennifer und Mia behalten ihren Kasten sauber, wenn auch mit glanzvoller Unterstützung einer präsenten Abwehrarbeit der Verteidigerinnen und des Mittelfelds.
Samstag, 06. September 2025; Sportanlage Neuhof, Zürich. Mit dem FC Oerlikon/Polizei kommt ein neues Team in unsere Liga und wir freuen uns auf dieses erste Zusammentreffen. So geht es wohl auch unseren heutigen Gegnerinnen, denn die erste Begegnung ist freundlich und zuvorkommend. Leider ist unser Spielfeld noch von einem PMF Turnier belegt. Aber aufwärmen können wir uns ja auch mit den 4 Minitoren, was sichtlich Spass verbreitet und als Aufwärmübung durchaus tauglich scheint. Dass wir danach auch auf diesem kleinen 7ner Spielfeld spielen sollen, passt den Thalwilerinnen überhaupt nicht. Michi sieht darin eher einen Vorteil: üben, auf engem Raum sauber und kontrolliert zu spielen. Naja, eine Alternative hat die Sportanlage Neuhof leider auch nicht zu bieten, weshalb wir das Spiel entweder absagen oder mit den Gegebenheiten zurecht kommen müssen.
Der Beginn des Auftritts der Thalwilerinnen ist dann leider auch wirklich nicht das Gelbe vom Ei. Sie haben Mühe, sich in ihren Positionen und auf diesem schmalen und kurzen Feld zurecht zu finden. Es gibt in den ersten 20 Minuten zwar durchaus viele Aktionen im Strafraum. Aber für die Torhüterin von Oerlikon/Polizei wird es kaum gefährlich. So gehen wir mit einem 0:0 in die erste Pause.
Im zweiten Abschnitt kommen bei den Thalwilerinnen weiterhin keine Spiellaune auf. Vielmehr kommen aber die Gegnerinnen nun besser mit dem lauen Spiel ihrer Gäste zurecht. Die vielen kleinen Fehler der Thalwilerinnen im Mittelfeld rächen sich nicht, zumal das Bollwerk vom Feinsten dicht hält. Die Erlösung der Seeseitigen bringt Mylène in der 30. Minute, als ihr endlich ein Schuss aufs Tor gelingt und sie diesen ersten kritischen Versuch auf das gegnerische Gehäuse auch im Netz zum 0:1 versenkt. Es soll sich als Türöffner erweisen, denn nun spielen die Thalwilerinnen etwas freier in ihrer engen Taktik, die nicht wirklich aufgehen will.
Zur Halbzeit wechselt Michi nicht nur die Torhüterin: Mia soll mal wieder Erfahrung sammeln und so für einen potentiellen Ausfall der Stammtorhüterin besser vorbereitet sein. Zudem ändert er auch gleich noch die Taktik zurück auf das bekannte 1-3-4-1, wobei Paulines Knie schon wieder nicht mitspielt und sie die Bank drücken muss. Damit stehen Jenny und Lea mehr in der Pflicht als eigentlich gehofft, was aber auch den Gastgeberinnen etwas mehr Nähe zum Tor bringen könnte. Es ist nicht der Tag von Michi’s taktischen Gewaltleistungen. Sein Plan, das Spiel weiterhin offen zu halten, „vermiesen“ ihm seine Supergirls schlichtweg, in dem Helene und Liv in den Minuten 47 bis 50 von 0:1 auf 0:6 stellen. Das war dann schon etwas brutal, wenn man ein ganzes Team zusammenbrechen und sich vor der unendlichen Kampfkraft von Helene (4 Tore) und Liv ergeben muss. Aber nun gut, das Spiel wäre damit definitiv entschieden. Doch noch ist das dritte Viertel nicht abgeschlossen. Denn Lea versucht sich an der Strafraumgrenze in Körperkontakt. Sie hätte sich allenfalls eine stärkere Gegnerin vornehmen sollen, denn das Wenige reicht, um den Schiedsrichter zu einem Freitstoss zu bewegen. Ob die Situation im oder ausserhalb des Strafraumes geschehen ist, wissen zwar alle nicht, aber Michi drängt auf Elfmeter. So kommen die Spielerinnen von Oerlikon/Polizei zu einer guten Chance auf einen Treffer. Doch Mia braucht sich nicht einmal zu strecken: das Spielgerät segelt einen Meter über die Umrandung hinweg. Es ist dennoch unser Drittel, denn zum Schluss darf sich unser jüngstes Supergirl auf dem Feld noch auszeichnen: Alicia wird von Mylène perfekt in Szene gesetzt und erzielt aus spitzem Winkel ihr erstes Tor für die D/9a Juniorinnen. Mit 0:7 geht es in die letzte Pause.
Der letzte Abschnitt startet gemütlich. Die Thalwilerinnen verteidigen ruhig und üben den konstruktiven Spielaufbau während Oerlikon/Polizei immer wieder mit Nadelstichen und Kontern durch unser Mittelfeld drängen möchte. Doch verteidigen Lea, Jenny, Chloe oder Alicia alles weg, was ihnen in den Weg kommt. in unserer Angriffszone ist immer wieder ein Aufblühen zu sehen. Aber richtig konsequent suchen sie den Abschluss nicht mehr. Chloe will definitiv nicht ohne Torerfolg vom Platz und zimmert in der 69. Minute das Leder in die Maschen zum 0:8. Kurz darauf wird Liv im Strafraum der Gastgeberinnen gelegt – zufällig und vollkommen unabsichtlich. Doch im Strafraum sind die Regeln eng und der folgende Elfmeter unumgänglich. Jenny darf ran, bestimmt Michi von der Seitenlinie. Und sie lässt sich nicht zwei Mal bitten, das Endresultat von 0:9 herbeizuführen.
Christian und Michi sind sich nach dem Spiel einer Meinung: es war sehr fair und schön, auch wenn das Resultat natürlich die Gastgeberinnen schmerzt. Es ist auch nicht schön, in so kurzer Zeit so viele Gegentore zu fassen und ja, in der 2. Stärkeklasse der D/7-Juniorinnen seien sie überlegen gewesen. Nun wüssten sie, weshalb die 1. Stärkeklasse im D/9 ein anderes Format hätte. Sie würden trainieren und uns Thalwilerinnen in der Rückrunde mehr entgegenstellen. Michi freut sich schon auf dieses Rückrundenspiel. Doch auch die Leistung der Thalwilerinnen darf man nicht unterschätzen: das 0:9 ist auch ihr Verdienst und für diese Gegnerinnen ein gerechtes Resultat, welches mit mehr Glück noch viel höher hätte ausfallen können. Was für Michi am Schluss eher ein „Arbeitssieg“ als eine Herausforderung ist, hat doch vielerlei positive Herausforderungen ans Licht geführt. So ist das taktische Zusammenspiel in geänderter Formation ein Thema, welchem sich die Thalwilerinnen annehmen müssen.
Meisterschaft – Juniorinnen D/9 Stärkeklasse 1 – Herbstrunde / Gruppe 1: FC Oerlikon/Polizei ZH a – FC Thalwil a 0:9 (0:0, 0:1, 0:7)
FC Oerlikon/Polizei ZH a: Skye, Carlota, Sophia, Estelle, Rufta, Cassandra, Elana, Laura, Julia, Lea, Aliyah, Beatrice, Dina, Mayla
FC Thalwil a: Jennifer, Lea, Mia, Pauline, Lexie, Liv, Mylène, Alicia, Melissa, Chloe, Helene




