Gerechtes Unentschieden
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Gegen den grossen Favoriten aus dem Zürcher Oberland bewiesen die Thalwiler, dass sie einige Fortschritte gemacht haben. Dank abermals solidarischer Defensivleistung schnupperte der Aufsteiger lange Zeit an der Sensation.
Natürlich war die Moral im Lager der Thalwiler vor diesem Spiel intakt und man wusste genau auf welchem Team der Siegesdruck lastete. Damit schien der Favorit nicht gut umgehen zu können und beging in den ersten Minuten einige technische Fehler. Diese konnten die Einheimischen wiederum gut nutzen und lagen so schnell mit drei Toren in Führung. Bei diesem Abstand pendelte sich das Skore im ersten Durchgang ein. Zwischenzeitlich führte der TVT sogar mit fünf Toren. Eine Pausenführung mit 16:13 liess für die zweite Halbzeit alles offen und gleichzeitig die Thalwiler auch hoffen.
Wie schon so oft kam der Gegner besser und engagierter aus der Kabine. Nur fünf Minuten brauchte die SGO, um das Resultat auf 17:17 zu stellen. Anders als in den vergangenen Saisons liessen die Grünweissen aber nicht nach, sondern reagierten vehement und drückten nun ihrerseits wieder mächtig aufs Gaspedal. Nur drei Minuten später war der Halbzeitvorsprung wieder hergestellt und der Gast musste von Neuem eine kräftezerrende Aufholjagd lancieren. Leider war diese erneut erfolgreich und so pendelte sich das Resultat bis in die 50. Minute bei Gleichstand ein. Zu diesem Zeitpunkt gingen die Züri-Oberländer sogar zum ersten Mal in diesem Spiel in Führung. Sollten die Thalwiler Bemühungen und Anstrengungen tatsächlich unbelohnt bleiben? An sowas wollte man im Lager der Seebuben nicht denken. Obwohl schon bald eine Zweitoreführung für die SGO Tatsache war, kämpfte man weiter und konnte in der zweitletzten Spielminute wieder in Führung (28:27) gehen. Die SG Oberland nahm nun ihr Teamtimeout, um letzte taktische Anweisungen zu bekommen. Auf Thalwiler Seite nutzte man diese 60 Sekunden Pause, um sich vor allem nochmals gegenseitig zu pushen und drauf hinzuweisen, dass man jetzt auf keinen Fall noch Zeitstrafen nehmen soll. Leider passierte genau das und so konnte der Gast in Überzahl nochmals ausgleichen. Die Grünweissen ihrerseits hatten jedoch noch einen Angriff und auch in numerischer Unterzahl die Möglichkeit, dass siegbringende Tor zu erzielen. Leider wollte der Ball den Weg ins Tor der Gäste nicht mehr finden. Immerhin blieb auch der Freiwurf der SGO, zwei Sekunden vor der Schlusssirene, erfolglos. Die Punkteteilung schien auf den ersten Blick das gerechte Resultat zu sein.
Auf Thalwiler Seite hatte man nicht damit rechnen können. Dem Spielverlauf entsprechend waren allerdings schon auch enttäuschte Gesichter auszumachen. Auf Seiten des Mitfavoriten, um einen der Barrageplätzen für den 1. Liga-Aufstieg, waren hauptsächlich ungläubige und überraschte Gesichter zu sehen. Obwohl die junge Mannschaft aus dem Oberland nie den Anschein machte den Gegner zu unterschätzen, hatte man sicher nicht mit einem Punktverlust gerechnet.
Gegen die SG Züri Oberland spielten: Lukas Dech (13 Paraden), Max Dubach (nicht eingesetzt); Sean Krause (10 Tore / davon 3 Penalties), Liam Krause (9), Laurin Franck (4), Fisnik «Fisch» Sopaj, Keanu Merlo, Pavo Maric (1), JC Sigg (1), Mauro Wehrli (2), Vladi Popovic, Jaro Fäh, Georgios Sofogiannis (1), Yannis Cadalbert, Tom Habegger (nicht eingesetzt)
Spielfilm:
4:1 (5. Min), 6:3 (10.), 8:4 (15.), 11:7 (20.), 13:10 (25.), 17:16 (35.), 20:18 (40.), 21:21, (45.), 22:23 (50.), 25:26 (55.)
Zeitstrafen: Thalwil 4 x 2 Minuten, Oberland keine
Siebenmeter: Thalwil 3 von 3 verwertet, Oberland 7 von 9 verwertet
Bereits am Samstag, 10.10. geht’s mit dem nächsten Kracher weiter. Um 14 Uhr trifft man auf die SG Stäfa/Meilen – wohl ein direkter Konkurrent um den Klassenerhalt. Im Anschluss (16 Uhr) kommt es zum Regio-Cup-Vorrundenspiel zwischen der zweiten Mannschaft des TV Thalwil (4. Liga) und Grün-Weiss Effretikon aus der 2. Liga.
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