17. Sieg im 17. Spiel: CUPFINAL
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Die schier unfassbare Serie der Thalwiler Herrenhandballer nimmt auch gegen die Höherklassigen Nachbarn aus Klichberg kein Ende. Mit einer kämpferischen und äusserst disziplinierten Leistung wusste das Team dem zahlreich erschienenen Publikum zu Gefallen.
Bloss einmal konnte die Mannschaft nach der Sportferienpause trainieren, wirkte aber dennoch bereit für die grosse Aufgabe dem Nachbarn ein Bein zu stellen. Die aus den Handballvereinen Rotweiss Wollishofen, TV Adliswil und Spose Kilchberg hervorgegangenen Albis Foxes traten wie üblich mit einem äusserst routinierten Team (Altersdurchschnitt 36 !) an. Ihnen gegenüber standen motivierte Thalwiler (Altersschnitt 24) welche sich laut Vorschau des Gegners in der dritten Liga eigentlich nur im Sabbatical befinden und die Rückkehr in die 2. Liga anstreben würden. Das tun sie tatsächlich, jedoch ist bis dahin noch ein langer Weg erfolgreich zu bestreiten. Aus Sicht der Thalwiler ging es in diesem Halbfinal nicht nur um den Einzug ins Endspiel, sondern auch darum, dem Gegner die unsportliche letzte Saisonniederlage aus der Vorsaison in Stäfa (wodurch der TVT im allerletzten Spiel auf den Abstiegsplatz rutschte) heimzuzahlen. Damals traten die Füchse mit einem Rumpfteam an, sämtliche Leistungsträger traten die Reise über den See gar nicht erst an. In Thalwil fühlte man sich zu Recht verschaukelt…!
Das Heimteam hatte zwar den besseren Start, nach ein paar wenigen Minuten fand jedoch auch der Gast gut ins Spiel und konnte sich bis zur 10. Minute bereits mit 3:7 scheinbar vorentscheidend absetzen. Der Sieg in diesem Wettbewerb ist das eigentliche Saisonziel des Titelverteidigers. Das war im ersten Team-Timeout, welches die Albis Foxes schon in der 17. Minute nach erfolgreicher Thalwiler Aufholjagd (7:8) nahmen, auch deutlich zu hören. Die Worte verfehlten aber ihr Ziel und motivierten den Underdog zusätzlich. Innert nur sechs Minuten setzte sich dieser nämlich etwas ab und lag nach 24 Minuten mit 12:9 in Führung. Auffallend in der ersten Halbzeit war das Zusammenspiel von Torhüter Dech und Flügelflitzer Sigg: gleich siebenmal schickte der Thalwiler Schlussmann den schnellsten Thalwiler mit einem langen Ball – der Feldspieler verwertete gleich alle diese Gelegenheiten und liess dem gegnerischen Torhüter keine Chance. Mit der Pausenführung von 2 Toren (15:13) konnte man auf Thalwiler Seite positiv auf den zweiten Durchgang blicken.
Auffallend war in der ersten Halbzeit auch, dass sich die Albis Foxes bereits vier Zeitstrafen eingehandelt hatten, zwei davon gegen ihren wohl stärksten Rückraumspieler. Die Thalwiler jedoch gingen fast ohne Strafe aus, hätte der Thalwiler Coach nicht eine solche wegen unpässlich gedrückten Timeout-Buzzer für sein Team generiert. Die daraus resultierende Unterzahl überstand das Team aber glücklicherweise schadlos.
In Durchgang Zwei vermochten die Grünweissen die Schlagzahl nochmals ein bisschen zu erhöhen. Es wurde hart und solidarisch verteidigt, im Angriff blieb das Tempo hoch. Hier wurde dann teilweise der Fitnessunterschied sichtbar. Der Gegner konnte sich häufig nur mit Fouls helfen, welche weitere Zeitstrafen zur Folge hatten. So verabschiedete sich der oben erwähnte Fadenzieher nach einem Penaltywurf auf den Kopf des Thalwiler Torhüters bereits in der 37. Minute nach der dritten persönlichen Zeitstrafe. Insgesamt weitere fünf kleine Strafen plus am Schluss eine korrekte und gerechtfertigte direkte rote Karte kurz vor Spielende bestätigen diesen Eindruck: es ging dem Gegner zu schnell. Abschütteln liessen sich die Albis Foxes dennoch nicht.
Die Thalwiler ihrerseits, angeführt vom wirbligen und beeindruckenden Youngster Petrig, vermochten die Führung bis kurz vor Spielende aber zu halten. Vieles was im Angriff passierte, war auf wenige Schultern verteilt, offensichtlich für einmal die Abschlussbaisse von Shooter Krause und im Gegensatz dazu die Effizienz im Abschluss von den Aussenspielern, sei es von ihren Positionen oder aus Tempogegenstössen. In der 57. Minute vermochte der Favorit zum 27:27 auszugleichen. Sollte das Spiel nun doch nochmals kippen? Nur 8 Sekunden später, noch immer in Unterzahl und nach erneutem Führungstreffer für Thalwil kassierte der Favorit gleich zwei weitere Zeitstrafen. Die sehr guten Schiedsrichter ahndeten die mehrfach ausgeführten direkten Schläge gegen den Kopf der Thalwiler Spieler rigoros. So standen drei Minuten vor Spielende für eine Minute nur noch drei Füchse einer kompletten Thalwiler Mannschaft gegenüber. Von der numerischen Unterzahl erholten sich die Albis Foxes nicht mehr. Der Jubel auf Thalwiler Seite war gross, die erkämpfte Cupfinal-Qualifikation der verdiente Lohn für eine sehr gute Mannschaftsleistung.
Gegen die Albis Foxes spielten:
Chrigi (eingesetzt für 2 Penalties, 1 Parade), Lukas (23); Liam (1), Sean (4/davon 3 Pen), Laurin (4/1), Yannik (9/2), Gjon, Fisch, JC (8), Mauro, Ryan (5), Keanu (1), Sven Pavo, Henri& Vladi (alle nicht eingesetzt)
Spielfilm: 3:2 (5. Min), 3:7 (10.), 6:8 (15.), 9:9 (20.), 12:9 (25.), 17:15 (35.), 21:19 (40.), 24:21 (45.), 26:24 (50.), 27:25 (55.)
Zeitstrafen: 1 x gegen Thalwil, 10 x & 1 x Rot gegen Albis Foxes
Penalties: je 8 und daraus 6 Tore für beide Teams
Herzliche Gratulation für die erstmalige Cupfinal-Qualifikation an die Thalwiler Herren. Das Spiel findet am Samstag, 14.3.26 / 20.30 h in der Sporthalle Frohberg in Stäfa statt. Gegner wird die Mannschaft des TV Uznach aus der 4. Liga sein, welche ihrerseits den Favoriten Effretikon aus der 2. Liga mit 33:28 aus dem Wettbewerb geworfen hat.
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