Die Talsohle scheint durchschritten – auch ohne Punktgewinn
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Zum letzten Spiel des Jahres reiste unsere erste Herrenmannschaft am vergangenen Samstag nach Baden in die altehrwürdige Aue-Halle. Dort, wo die B-Junioren des TV Thalwil 1986 den Schweizermeistertitel gewinnen konnten. Auch die aktuelle Thalwiler Mannschaft hat aber gute Erinnerungen an die Handball-Halle an der Limmat: beim letzten 2. Liga Gastspiel vor gut zwei Jahren verspielte man kurz vor Schluss zwar noch den Sieg (25:25), knüpfte aber an die Ungeschlagenheit in der Halle gegen «Städtli» wie sich der STV liebevoll nennt an – die letzten beiden Spiele in der 3. Liga endeten 26:12 zu Gunsten des TVT und 25:25.
Jedoch konnten die Thalwiler auch im 10. Meisterschaftsspiel in Folge nicht in Bestbesetzung antreten, gleich deren acht Spieler standen nicht zu Verfügung. Am schmerzlichsten vermisst wurden vor allem die beiden Verletzten Simi Schmidlin und Laurin Franck, und die ebenfalls nicht anwesenden Defensivspezialisten Jaro Fäh und Lirim Sopaj. Es bleibt zu hoffen, dass ab dem neuen Jahr diese Misere endlich ein Ende findet.
So war also klar, dass wiederum viel auf den Schultern von Regisseur Sean Krause liegen wird. Er hatte zuletzt die Mannschaft von vorne angeführt, den Spielen immer wieder seinen Stempel aufgedrückt, und sollte auch in diesem Spiel wiederum entscheidendes zu dessen Ausgang beitragen. Städtli erwischt den besseren Start, konnte sich vorerst aber nicht absetzen und die Gäste blieben hartnäckig. In der 13. Minute beim Stand von 6:3 für Baden wurde es dann erstmals hektisch, als eben der oben erwähnte Sean einen Ball ablesen konnte und den Tempogegenstoss zu laufen begann – als ihn, zwar ohne Absicht – aber dennoch direkt die Hand des Gegners im Gesicht traf und ihn niederstreckte. Den vordersten Mann gefoult – da hätte sich der Badener Spieler über eine rote Karte nicht beklagen dürfen. Das wäre dann jedoch schon der zweite Ausfall gewesen, denn nur kurz davor verletzte sich ein Badener ohne Einwirkung des Gegners schwer am Knie und musste das Spielfeld verlassen. Gute Besserung an dieser Stelle.
Die Weichen waren gestellt – wie zuletzt immer agierten die Teams hart, aber meistens auch fair. Nur die Spielleiter setzten einen anderen Massstab und pfiffen die Akteure Mal für Mal zurück. Das Resultat pendelte sich bei minus 2 bis 3 aus Thalwiler Sicht ein. Ehe es dann in der 21. Minute zum nächsten gröberen Ereignis kam. Im Angriff foulte der Badener Angreifer unseren Regisseur derart heftig, dass dieser blutend das Spielfeld verlassen musste und sofort in die Notfallzahnklinik fahren musste. Der Ellbogenschlag, wohl nicht mit Absicht so ausgeführt aber dafür äusserst treffsicher in den Zähnen des Thalwilers gelandet, wurde nicht geahndet. Der lapidare Kommentar des Schiedsrichters «thats part of the game» war wohl der Tiefpunkt einer über alles gesehen nicht sonderlich glücklichen Schiedsrichterleistung. Angeblich hätten diese vor dem Ellbogenschlag bereits ein Foul gepfiffen, wonach der unabsichtliche Ellbogenschlag im unterbrochenen Spiel ausgeführt worden ist und eine nächste rote Karte zur Folge hätte haben müssen. Auch Sean wünschen wir an dieser Stelle gute Besserung.
Zur Pause lag Baden scheinbar auf Kurs mit 14:11 in Führung. Da hatte aber Städtli die Rechnung ohne den Kampfgeist der Seebuben gemacht. Zwar gerieten diese bis zur 45. Minute mit 16:22 in Rückstand, aber es war offensichtlich, dass – wie schon in den letzten Spielen – sie noch nicht aufgegeben hatten: die Mannschaft ist als Einheit intakt, kämpft mit- und füreinander.
Zwar fanden in der Defensive zahlreiche geblockte und abgefälschte Bälle doch den Weg ins Netz, aber irgendwie schienen die Gäste dadurch immer besseren Zugriff auf den Gegner und Spiel zu bekommen. Kontinuierlich kämpften sie sich heran und erzielten in der 54. Minute den Anschlusstreffer zum 23:24. Sollte sich hier eine kleine Sensation ereignen ? Leider nein … die am Schluss praktizierte offene Deckung brachte zwar nochmals zwei Ballverluste der Gastgeber, aber die aus Zeitdruck hektisch ausgeführten Aktionen brachten ihrerseits für die Thalwiler leider nichts mehr Zählbares. So musste man sich mit 24:28 geschlagen geben, ging aber erhobenen Hauptes vom Spielfeld.
#Dorfclub 1934
STV Baden 2 – TV Thalwil = 28:24 (14:11)
Telegramm: Max (4 Paraden), Chrigi (5); Liam (8 Tore/davon 1 Pen), Sean (1), Gjon (2), Fisch (3), Yannik (5), Fabian, Tom (2), Kevin, Alex (1), Enea (2), Ardit
Spielfilm: 5. Min. 3:2 (5. Min), 6:3 (10.), 8:5 (15.), 10:7 (20.), 11:9 (25.) 18:13 (35.), 19:14 (40.), 22:17 (45.), 23:20 (50.), 25:23 (55.)
Spiele zwischen Baden und Thalwil sind immer hart geführt, aber auch immer fair – man kennt und schätzt sich. Der Trainer des Heimteams musste ein Kompliment für die Kampfbereitschaft der TVT-ler aussprechen und konnte gleichzeitig nicht richtig begreifen, wie seine Mannschaft die scheinbar sichere 6-Tore-Führung Mitte der zweiten Halbzeit noch verspielen konnte.
Die nun anstehende dreiwöchige Handballpause wird den Seebuben gut tun – gleich im ersten Spiel im neuen Jahr werden sie gegen den Direktkonkurrenten um die hinteren Plätze schwer gefordert sein.
Nächstes Spiel:
Sonntag, 12. Januar 2025, Frohberg Stäfa, 15.15 h, Handball Stäfa – TV Thalwil
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