Zwei Teilrevisionen an der anstehenden Frühjahres-Gemeindeversamm …
Die Gasversorgung Thalwil möchte ihre Gaszähler künftig mittels Fernauslesung ablesen können. Die Zählerfernauslesung (ZFA) ermöglicht es, den Ablese- und Verrechnungsprozess deutlich zu verbessern und zu vereinfachen. Bis dato werden die Gaszähler quartalsweise von den Hauseigentümerinnen und
-eigentümern abgelesen und anschliessend die Verbrauchsdaten der Gasversorgung mittels Ablesekarte mitgeteilt. Dieses veraltete System generiert einen hohen Arbeitsaufwand für die Verwaltung, aber auch für die Gaskundinnen und -kunden. Mit der Einführung der ZFA soll die Ablesung erleichtert werden, da die Zählerstände automatisiert erfasst, mittels Funk übertragen und anschliessend automatisch ins Verbrauchersystem der Gasversorgung übertragen werden. Die Umsetzung erfolgt mit einem Clip-on, wodurch kein Ersatz der aktuellen Gaszähler notwendig ist.
Damit die ZFA eingeführt werden kann, muss die Rechtsgrundlage in der Verordnung über den Betrieb der Gasversorgung geschaffen werden. Dies geschieht im Rahmen einer Teilrevision, welche den Stimmberechtigten an der Frühjahres-Gemeindeversammlung vorgelegt wird.
Fernauslesung auch in der Wasserversorgung
Das Prinzip der Zählerfernauslesung (ZFA) soll künftig auch in der Wasserversorgung Thalwil zum Einsatz kommen. Aktuell werden die Wasserzähler einmal jährlich von den Eigentümerinnen und Eigentümern abgelesen und die Verbrauchsdaten der Wasserversorgung mittels Ablesekarte postalisch oder digital mitgeteilt. Danach werden die postalisch eingereichten Ablesekarten von Hand in das Verrechnungssystem eingelesen. Dieses Verfahren generiert ebenfalls einen erheblichen personellen Aufwand für die Verwaltung und könnte mit der Einführung von ZFA stark reduziert werden. Das neue digitale System bietet zudem weitere Vorteile, wie das schnelle Erkennen von Lecks, eine verbesserte Netzüberwachung sowie mehr Komfort für Haushalte.
Für die Umsetzung ist der Einbau von rund 2’100 sogenannten Smart Meter-Wasserzählern mit Fernauslesung notwendig. Die Investitionskosten für den Einbau belaufen sich auf 948’000 Franken. Im Vergleich zum bestehenden System wird die Erfolgsrechnung der Wasserversorgung dadurch mit rund 10’000 Franken mehr belastet, was einer Erhöhung von ungefähr 1 Rappen pro m3 Wasserverbrauch entspricht. Die Mehrkosten ergeben sich durch höhere Kapitalfolgekosten und leicht tiefere Betriebskosten und werden über die Grundgebühr an die Kundinnen und Kunden weiterverrechnet.
Für die ZFA-Einführung in der Gemeinde Thalwil muss in der Verordnung über die Abgabe von Wasser eine Rechtsgrundlage geschaffen werden. Dazu ist eine Teilrevision notwendig, über welche die Stimmberechtigten an der Frühjahres-Gemeindeversammlung befinden können.
Ursprung in der Strombranche
Zählerfernauslesungen (Smart Meter) sind bereits bekannt aus der Strombranche und halten zunehmend Einzug in die Wasser- und Gasversorgung. Als Grundlage der beiden vorliegenden Teilrevisionen für den Einsatz von ZFA orientierte sich die Gemeinde an den Empfehlungen des Fachverbands für Wasser, Gas und Wärme (SVGW).
Die detaillierten Anpassungen der teilrevidierten Verordnungen können dem Beleuchtenden Bericht sowie den beiden Synopsen unter thalwil.ch/sitzung > Frühjahres-Gemeindeversammlung entnommen werden. Die Abonnenten erhalten den Beleuchtenden Bericht bis Mitte Februar 2026 postalisch zugestellt.
Gemeinderat
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