Fünfmal Gold und starke Debüts auf dem Sempachersee
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Beste Bedingungen, vier Regattadebüts und fünf Goldmedaillen: Der Seeclub Richterswil nutzte die Kurzstreckenregatta in Sursee, um seinen Nachwuchs an den Wettkampfsport heranzuführen und neue Mannschaftskonstellationen zu erproben.
Die Kurzstreckenregatta in Sursee hat im Schweizer Ruderkalender einen besonderen Platz. Während je nach Alterskategorie üblicherweise über 1000, 1500 oder 2000 Meter gerudert wird, misst die Strecke auf dem Sempachersee lediglich 450 Meter. Speziell ist auch der Modus: Vorläufe und Finals gibt es nicht, gewertet wird einzig das Ergebnis der jeweiligen Serie. Das schnellste Team jeder Serie erhält die Goldmedaillen.
Vor allem aber ist Sursee traditionell für viele junge Ruderinnen und Ruderer der Ort ihres ersten Rennens. Dabei treffen Einsteigerinnen und Einsteiger auf Athletinnen und Athleten mit internationaler Erfahrung – bis hin zu erfolgreichen WM-Teilnehmenden. Auch der Seeclub Richterswil nutzt die Regatta seit Jahren, um neue Mitglieder des Regattateams behutsam an den Wettkampfsport heranzuführen.
In Sursee trat der SCR mit insgesamt 13 Athleten und sechs Athletinnen an. Sonniges, warmes Wetter und nahezu spiegelglattes Wasser boten ideale Bedingungen und sorgten für gute Stimmung. Besondere Aufmerksamkeit galt den vier jungen SCR-Ruderinnen und -Ruderern, die erstmals Regattaluft schnupperten. Einen Einstand nach Mass feierten die Zwillinge Luis und Linus Knapp: Im Doppelzweier der Kategorie U13 sicherten sie sich gleich bei ihrem allerersten Rennen Gold. Dasselbe Kunststück gelang Elina Stocker, die gemeinsam mit der etwas erfahreneren Lea Treichler im Doppelzweier U15 gewann. Auch Raul Kühne, der vierte Neuling im Bunde, zeigte schon gute Leistungen und konnte seine beiden Rennen jeweils auf dem 2. Platz beenden. Insgesamt durfte der Seeclub Richterswil fünf Goldmedaillen feiern.
Für Cheftrainer Adi Schmid standen die Medaillen bei diesem Anlass jedoch nicht an erster Stelle. Wichtiger war ihm, die Freude am Wettkampfsport zu vermitteln und den jungen Athletinnen und Athleten neue Erfahrungen zu ermöglichen. Deshalb stellte der SCR auch Teams zusammen, die sonst nur auf Grund der Altersunterschiede selten miteinander rudern. Weil im Verein zahlreiche Geschwisterpaare aktiv sind, gingen auch gleich vier Doppelzweier mit Geschwisterpaaren an den Start.
Schmid war es wichtig, dass sich seine Athletinnen und Athleten im dichten Regattabetrieb selbstständig organisierten. Bei insgesamt 26 Rennen und teilweise knappen Zeitfenstern für Boots- und Mannschaftswechsel mussten sie den Überblick behalten und dafür sorgen, rechtzeitig mit vollständigem Team, Boot, Rudern und Startnummer am Steg und anschliessend am Start bereitzustehen. Damit übernahmen die jungen Ruderinnen und Ruderer auch abseits des Wassers Verantwortung.
So wird die Kurzstreckenregatta in Sursee dem Seeclub Richterswil nicht allein wegen der fünf Goldmedaillen in Erinnerung bleiben. Die gelungenen Debüts, die ungewohnten Mannschaftskonstellationen und die vielen Erfahrungen auf und neben dem Wasser machten den Wettkampftag auf dem Sempachersee rundum erfolgreich.
Bilder: Fabio Messmer
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