Uns kümmert’s, wer sich kümmert
In unserem Sprachgebrauch bedeutet Arbeit eigentlich immer Lohnarbeit. Aber wer kocht, putzt, wäscht, betreut, organisiert und tröstet? Ohne alle diese meist unsichtbare Sorgearbeit könnte unsere Gesellschaft und auch die Wirtschaft nicht funktionieren.
Am 29. Oktober findet wieder der von der Uno ausgeschriebene Internationale Care Tag statt. In der Schweiz würde die unbezahlte Haus-, Familien- und Freiwilligenarbeit mehr als 400 Milliarden kosten, sie macht knapp zwei Drittel des gesamten Arbeitsvolumens aus.
Was wäre, wenn diese Sorgearbeit in den Bilanzen der Wirtschaft mitgerechnet und im Bewusstsein aller mehr gewürdigt würde? Was bräuchte es, dass Armut und Überlastung auf Grund von un- und unterbezahlter Carearbeit nicht mehr normal ist?
Der gesellschaftliche Wandel, bei dem heute oft beide Familienpartner für Lohn arbeiten, bringt eine Menge neuer Herausforderungen mit sich. Was braucht es, um diese gemeinsam und als Gesellschaft zu meistern?
Maru Stocker ist seit Jahren aktiv im Verein «GrossmütterRevolution», der sich engagiert mit diesen Themen auseinandersetzt. Dieser lädt zu einem spannenden, anregenden gemeinsamen Abend am 29. Oktober in der Aula WohnenPlus in
Richterswil. e






