Swisscard brennt
Die Swisscard war die grosse Kreditkarten-Fabrik der Credit Suisse. Mit deren Aufgehen in der UBS kam auch die Karten-Tochter unter die Räder.
Jetzt hats dort geknallt, wie der SonntagsBlick gestern enthüllte. Es kommt zum Grossabbau.
Betroffen sind alle, von den Obersten bis zu den Untersten kann es jeden treffen.
In der Geschäftsleitung fliegen die Chefs jetzt schon.
Das Spitzengremium hat noch 5 statt wie bisher 8 Vertreter. Grosse Verliererin ist dort die HR-Chefin.
Sie gehört neu nur noch zur „erweiterten“ Geschäftsleitung.
Spannend ist die Personalie Enrico Salvadori. Der zählte einst zu den Shootingstars der Credit Suisse.
Als dort seine Chefin verschwand, schaffte Salvadori rechtzeitig den Absprung: Nach Horgen zur Swisscard.
Jetzt ist er Geschichte. Im Frühling geht er von Bord.
Gefährlich für die Swisscard wird Konkurrentin Cornercard. Diese habe es auf die grossen Swisscard-Partner abgesehen, allen voran die Swiss mit ihrer „Miles and More“-Karte.
Wie viele der 650 Mitarbeiter um ihre Stelle bangen müssen, das wollte die Firma dem SonntagsBlick nicht verraten. Nur schon bei 10 Prozent Abbau bräuchte es einen Sozialplan.
Ende Februar kommt Extra-Geld, danach hagelts Kündigungen. Selbst im Private Banking gibts Ärger: Israel- und Indien-Topshots weg.
Serge Fehr will Zürcher Ableger der Genfer Privatbank zu einem Nobel-„Maison“ machen. Luxusmöbel für sein Büro-Gemach.
Neue Software in Zürcher Sozialdepartment spuckt wild Gelder aus. Bald-Stadtpräsident Raphael Golta mit anderem beschäftigt.
Start-up-Aus, weiterlaufende Verträge, verärgerte Kunden, die für gemietete Elektronik zahlen: Das Yuno-Problem der Migros.
Sex-Verbrecher liess sich von Ex-Premier minutiös über dessen Job für Schweizer Privatbank ins Bild setzen. Epstein kannte US-Steuerdeal.
Das ist nicht Ausdruck einer Stadt von Chancen und Möglichkeiten, sagt Perparim Avdili, FDP-Kandidat fürs Stadtpräsidium. Ihn schmerze, wie Zürich beim Kunsthaus moralisiere, statt seine grossen Institutionen zu stärken.
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