Spielbericht Frauen 2. Liga: SG Zürisee – CS Chênois Genève H …

Sensationelle Atmosphäre – sechs Minuten Schwächephase verhindern die kleine Sensation
Lange konnten die Aussenseiterinnen der SG Zürisee den favorisierten Gästen aus Genf Paroli bieten und durften bis zur 50. Minute von einem oder sogar zwei Punkten träumen.
Eine gut sechsminütige Schwächephase verhalf den Genferinnen dann aber doch noch zu einem klaren Sieg. Vergebene freie Wurfchancen und kleine technische Fehler sorgten innerhalb kurzer Zeit dafür, dass die Blau-Weissen die Gegnerinnen von einem Unentschieden auf einen 7-Tore-Rückstand davonziehen lassen mussten.
Was für eine tolle Stimmung in der Waldegg-Sporthalle! Rund 250 Zuschauerinnen und Zuschauer, eine lautstarke Trommelfangruppe, Speakerin und DJ – es war alles angerichtet für das erste Aufstiegsspiel der Damen-2.-Liga-Mannschaft.
«Das hat unglaublich Spass gemacht, vor so vielen Leuten zu spielen. Die Stimmung hat uns total gepusht», freute sich Kapitänin Vivienne Aklin über den grossen Andrang.
Von Beginn an traten die Damen der SGZ aufs Gas. In der dritten Minute erzielte Kreisläuferin Raffaele Wälchli das 3:0 und überraschte damit nicht nur die Gegnerinnen aus der Westschweiz.
In der Anfangsphase gelang es dem Heimteam, durch schön herausgespielte Angriffe und eine agile Abwehr den kleinen Vorsprung zu halten. Erst in der 13. Minute konnten die Gäste erstmals ausgleichen.
Angetrieben von den vielen Fans hielten die Spielerinnen um Mittelfrau Jana Ellenbrger das Tempo jedoch hoch, sodass Ella Brown 20 Sekunden vor dem Halbzeitpfiff vom rechten Flügel zur 14:12-Halbzeitführung einnetzen konnte.
Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie enorm spannend und ausgeglichen. Erst in der 50. Minute konnte der Favorit aus Genf erstmals in Führung gehen.
Leider läutete dies die einzige Schwächephase des Heimteams ein. Zwei ungenutzte freie Torwürfe und technische Fehler wurden von Genève Handball eiskalt per Gegenstoss ausgenutzt, sodass daraus innerhalb von nur drei Minuten ein 5-Tore-Rückstand entstand.
Da es in der 2. Liga nur eine Auszeit pro Halbzeit gibt und diese bereits genommen worden war, mussten sich die Spielerinnen der SGZ während des Spiels neu sortieren. Dies gelang zwar, der Rückstand konnte jedoch nicht mehr verkleinert werden. Damit blieb die erhoffte kleine Sensation eines Heimsieges bedauerlicherweise aus.
«Ich bin vollkommen zufrieden mit der Leistung der Spielerinnen. Sie haben alles auf dem Feld gegeben und bis zur letzten Minute gekämpft. Dann merkt man die Stärke von Genf einfach, die kleine Fehler eiskalt ausnutzen», zeigte sich Trainer «Gerda» dennoch zufrieden mit der Leistung seines Teams.
Am kommenden Sonntag findet um 15.00 Uhr bereits das Rückspiel in Genf statt – und wer weiss: Im Handball ist bekanntlich fast alles möglich.
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