Spielbericht NLB: TSV Fortitudo Gossau – SG Wädenswil/Horgen

Jann Bamert – bis zu seiner Verletzung kurz vor Ende ein ständiger Gefahrenherd
Nach dem Seitenwechsel erwischte das Heimteam den besseren Start: Der deutsche Kreisläufer Brombeis traf zur Drei-Tore-Führung. Doch die SG reagierte prompt und glich durch zwei Tore von Burgherr, zwei von Schuler sowie Treffer von Bamert und Buob zum 16:16 aus. Besonders Schuler übernahm Verantwortung und verwandelte nun auch die Strafwürfe, nachdem zuvor Kälin, Bamert und Biffiger gegen den zwei Meter grossen Nationaltorhüter Berisha gescheitert waren. Mit sieben Treffern avancierte Schuler verdientermassen zum Bestplayer der SG, ebenso wie Tahirukaj mit ebenfalls sieben Toren für Gossau.
Spannung bis zur letzten Sekunde
In den Schlussminuten überschlugen sich die Ereignisse. In der 56. Minute wurde SG-Spielmacher Bamert in der Spielfeldmitte von Ramosaj rüde gefoult und musste verletzt vom Feld – eine Strafe für Ramosaj blieb jedoch aus. Kurz darauf glich Schuler per Siebenmeter zum 24:24 aus, bevor Pospisil die SG eine Minute vor dem Ende mit 25:24 in Führung brachte. Torhüter Sokcevic parierte in der Folge zweimal gegen Brombeis, und die SG kam erneut in Ballbesitz. Das muss es gewesen sein, denkt sich auch SG-Coach Toni Kern und drückt vor dem Zeitspiel den Baser. Doch dieser ist falsch eingestellt, und so verstreichen Sekunden, bis der Tisch das Spiel unterbricht. Das Zeitspiel ist bereits gepfiffen, die Uhr wird zwar zurückgedreht, das Zeitspiel, hier geht’s nicht mit richtigen Dingen zu, wird auf zwei Pässe verkürzt. Es kommt, wie es kommen muss: Gossaus kommt Sekunden vor dem Ende noch einmal zum Ballbesitz, Dedaj zu einem Schlenzer und wie beim Pausenpfiff geht auch dieser Ball in die Maschen von Hüter Sokcevic zum 25:25.
Sportchef Beat Rellstab zeigte sich nach der Partie dennoch zufrieden mit der Leistung seines Teams: „Wir haben eine Teamleistung gefordert, von den jungen mehr Verantwortung verlangt und bis zur letzten Sekunde aufopferungsvoll gekämpft. Das Wettkampfglück, das man braucht, fehlte uns am Ende zum doppelten Punktgewinn. Doch die Richtung stimmt, und das macht mich zuversichtlich für die letzten acht Spiele.“
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