FC Horgen ü-50 : FC Kilchberg-Rüschlikon
Um immer mal wieder neue Reize zu setzen, kam der Coach dieses Mal mit einer verwegenen Idee
, er wollte nämlich das schnellste Bundesligator imitieren. Böbi hatte weisungsgemäss den Ankick dem Gegner überlassen, sodass die Horgner Offensivkräfte bei Spielbeginn mit Vollgas auf den Gegner loslaufen konnten
. Dummerweise kamen wir aber nicht an den Ball, zollten diesem Effort dafür für einige Sekunden mit akuter Atemnot.
Ein Zusammenhang mit dieser unorthodoxen Aktion war zwar nicht direkt zu erkennen, doch der Schuss ging völlig nach hinten los. Es waren nämlich nicht die Horgner, sondern die Gäste, die nach ungefähr 2 Minuten schon in Führung gingen. Ein unbedrängter Flügellauf mit präziser Flanke und schönem Kopftor führte zum 0:1
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Vielleicht war es aufgrund des fehlenden Rhythmus nach mehr als 3 Wochen Matchpause, dass Horgen noch für eine Weile ziemlich indisponiert blieb. Die eklatanten Stellungsfehler, die wenig zusammenhängenden Ballstafetten und ein allgemein ziemlich pomadiges Zweikampfverhalten klebte anfangs zäh wie Kaugummi in unserem Spiel und löste sich erst im Laufe der ersten Halbzeit. Kilchberg-Rüschlikon, zum ersten Mal angetreten mit einer Mischung aus AHV-Bezügern und Jungspunden, die normalerweise wohl in der ü-40 Mannschaft spielen, zog sich weit zurück, sodass Horgen zu gefühlt 75 % Ballbesitz kam. Wenig zwingendes resultierte vorerst, diverse schöne Cornerflanken von Adi konnten unsere Kopfballhünen Nüssli, Sali und Roger nicht verwerten, bis letzterer dann aber doch den verdienten Ausgleich aus dem Spiel heraus schoss. Päde setzte sogar noch einen drauf, indem er den Ball technisch einwandfrei per Aussenrist in die Ecke schlenzte, notabene mit ungefähr 2 km/h auf dem Tacho
.
Nach der Pause wurde das Spiel der Einheimischen etwas gepflegter. Dem Ball wurde mehr Sorge getragen und die Partie hätte gut schon bald auf unsere Seite kippen können, zum Beispiel wenn Pudi seine beiden Abschlüsse genauso knapp neben den Pfosten gesetzt hätte, nur auf der richtigen Seite. Auch Roger hatte Pech, als sein Schuss nach energischem Lauf vom Torpfosten zurückprallte, das wäre nämlich das wohl wegweisende 4:1 gewesen. Er hatte nämlich nach einem feinen Doppelpass mit Reto ein paar Minuten zuvor bereits das 3:1 erzielt
.
So blieben nur noch ein paar Minuten, um den 2-Tore Vorsprung zu verwalten. Kilchberg-Rüschlikon drückte zwar und kam auch zu ein paar Chancen, das 3:2 knapp 3 Minuten vor Schluss machte aber eher den Anschein von Resultatkosmetik. Doch dann geschah unfassbares
. Dem wie immer magistralen Comebacker Nüssli versagte nach unzähligen (bitter nötigen!) Anweisungen an seine Kollegen während dem ganzen Spiel langsam die Stimme, sodass er nicht verhindern konnte, dass die Horgner übermütig zu dritt gegen 2 Verteidiger nach vorne preschten. Der Ball ging verloren, unsere linke Abwehrseite war verwaist, wo die Gäste eine Kopie des 0:1 produzierten, Flanke, Kopfball, Tor zum ärgerlichen Ausgleich zum 3:3.
Schade, aber trotzdem Prost
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