FC Wiedikon : FC Horgen ü-50
Ob der Konjunktiv allen Lesern geläufig ist, sei mal dahingestellt
. Ein passender Titel für unseren heutigen Ausflug in den Zürcher Kreis 3 wäre das aber auf jeden Fall.
Hätte zum Beispiel der Quartiertransfer von Altstetten nach Wiedikon für den einen, ihr wisst schon welchen
, Spieler nicht länger gedauert, als die Anfahrt aller Teamkollegen von weit ausserhalb der Stadt, wären wir mit einer anderen Startaufstellung ins Spiel gegangen
. Dann wäre vielleicht Sassi in der 18. Minute auf dem Platz gestanden. Ob er ebenfalls Zweikampfsieger am eigenen Strafraum wie Avni gewesen wäre
, werden wir nie erfahren, ebenso wenig, ob er das laute „Ja“ von Böbi hinter ihm gehört hätte
, ihm deshalb den Ball überlassen hätte und so ein riskantes Dribbling an der Seitenlinie vermieden worden wäre. Der gegnerische Stürmer hätte von diesem Missverständnis nicht profitiert und den Ball nicht ins leere Tor geschoben
. Das Spiel wäre mit 0:0 weitergegangen.
Horgen hätte danach in Führung gehen können, hätte Luzzi seinen Schlenzer von ausserhalb des Strafraums nicht auf ideale Goaliflughöhe platziert
oder ein paar Minuten später Paschi den feinen Rückpass von Martin etwas platzierter in eine Ecke gezirkelt. Vielleicht wäre der Spielverlauf auch anders gewesen, wäre Roger nicht brutal von den Beinen geholt und für einige Zeit ausser Gefecht gesetzt worden, hätte sich Adi nicht den Fuss übertreten oder hätte Robi im Knie gegen Knie Tütschis nicht die schmerzhafte und geschwollene Variante einkassiert, sodass beide hätten weiterspielen können
.
Auch wenn die Horgener Weitschützen in der ersten Halbzeit nicht die Bassins im nahen Schwimmbad
, sondern die Tore auf dem Feld anvisiert hätten, hätte sich der Spielverlauf anders entwickeln können. Genauso wenn die Druckphasen der Horgener in der 2. Halbzeit mehr als ein paar Halbchancen durch Hajro (von Sassi konsequent falsch mit Hari(b)o
gerufen), Roger, Avni oder Sassi ergeben hätten. Mindestens 2 dieser Möglichkeiten hätten allerdings genutzt werden müssen, um etwas zählbares mit nach Hause zu nehmen, denn in der 51. Minute nahm die abgeänderte Startaufstellung zum zweiten Mal Einfluss auf das Resultat. Vielleicht wäre nämlich Avni zu jenem Zeitpunkt anstatt Sassi auf dem Platz gestanden, er hätte Debütant Rolf nach vorne dirigiert, der Gegner wäre ins Offside gelaufen und hätte nicht in die Mitte flanken können und sowieso hätte er vielleicht die vielfachen Rufe „hinter dir“ gehört
und den Stürmer am hinteren Pfosten nicht ungestört zum 2:0 einköpfeln lassen
.
Die Moral von der Geschichte, Pünktlichkeit lohnt sich
, dann wäre vielleicht alles ganz anders gekommen… wahrscheinlich aber auch nicht
.





