FC Lachen/Siebnen : FC Horgen ü-50
Kurz nach Siebnen downtown
erreichte man den schmucken Kunstrasen im lokalen Ausserdorf, der noch romantisch im spätsommerlichen Abendrot leuchtete
. Die beiden Mannschaften hatten aber kein Auge für solche Schönheiten, legten sie doch auf dem Platz gleich los wie die Feuerwehr
.
Kaum war Captain Salihs kreativer aber eigentlich unverständlicher Gruss zum Gegner vor dem kick-off verhallt, zirkulierte der Ball gepflegt in den Reihen der Horgener. Bereits nach 3 Zeigerumdrehungen sah sich Robi deshalb sauber freigespielt am Rande des Strafraums und fand niemanden, den er noch umdribbeln konnte, sodass er, angefeuert von allen mitlaufenden Kollegen, nicht anders konnte, als energisch auf den Torhüter zuzusprinten und diesen mit einem flotten Flachschuss zum 0:1 zu tunneln. Die Chronisten konnten den Stift kaum ablegen, durften sie doch in den Minuten 5 und 7 schon 2 weitere Horgener Tore, beide durch Roger erzielt, notieren. Um das Ganze etwas weniger einseitig zu gestalten, hatte Keeper Pudi allerdings zuvor noch den ersten seiner zwei Hochrisikopässe versucht
, der dann zum schnellen Ausgleich zum 1:1 geführt hatte.
Beim Stand von 1:3 beruhigte sich das muntere Toreschiessen vorerst etwas, leider verloren die Gäste aus Horgen aber auch ihren spielerischen Faden und verfielen in eine rätselhafte Passivität, was sich auch in wenig konsequenter Abwehrarbeit zeigte. So gewannen die Gastgeber der fussballerischen Oldies-Romanze 
zwischen den Gemeinden Lachen/Siebnen klar die Oberhand und Pudi musste wiederholt sein intuitiv richtiges Stellungsspiel und seine virtuosen Abwehrbewegungen mit Händen und Füssen unter Beweis stellen. Beim 2:3 der Gastgeber, einer technisch sauberen Direktabnahme war er dann aber machtlos, wurde er doch von den bewundernd zuschauenden statt eingreifenden Horgener Verteidigern ziemlich im Stich gelassen. Das Momentum hatte gedreht, Horgen kam kaum mehr zu gefährlichen Abschlüssen und wehrte sich nach Kräften, den Vorsprung in die Pause zu retten
.
Dort appellierte der Coach an die Leidensfähigkeit und Solidarität im Team und war hocherfreut, festzustellen, dass zu Beginn der zweiten Hälfte wieder eine bessere Ordnung herrschte, die Zweikämpfe angenommen wurden, Pudi weiterhin mit erstaunlichen Paraden glänzte und Horgen dem Gegner mehr Paroli bot
. Die Effizienz der Horgener war in dieser Phase nicht zu bemängeln, denn Päde zeigte bei einem der eher seltenen offensiven Vorstösse einen seiner charakteristischen Bewegungsabläufe, Hüftwackler nach links
, Finte nach rechts und Abschluss mit Schmackes ins linke, obere Eck: 2:4!
Das fand Pudi langweilig
und versuchte nun den zweiten seiner, wie schon erwähnt, eher abenteuerlichen Pässe, Konsequenz: 3:4. Würde es nochmals spannend werden? Aufgrund von gewissen Orientierungsproblemen nach Wechseln oder kurzfristigen Sehschwächen, während denen meterweit freistehende Kollegen übersehen wurden
, durchaus. Aber Sassi hatte etwas dagegen. Mit mehr Anlauf von hinten als Päde ein paar Minuten früher, aber ungefähr in den gleichen Regionen des Platzes imitierte er die links/rechts Gewichtsverlagerungen und stand plötzlich genauso frei vor dem Torhüter, der dieses Mal den Ball aus der linken, unteren Ecke fischen musste, 3:5!
Schliesslich gelang es Hajro noch, die letzten Zweifel über den heutigen Sieger aus der Welt zu schaffen, indem er eine seiner diversen Konterchancen kaltblütig zum Endresultat von 3:6 verwertete
. So blieb nur noch, auf das Resultat und die An- und Abwesenden anzustossen, was wir, von Vladi souverän verdankt, mit der von Captain Salih spendierten Runde gerne taten, Prost
!





