FC Horgen ü-50 : FC Wädenswil (Cup)
Das Cuplos rollte uns dieses Jahr den grösstmöglichen Brocken
vor die Tür, mussten wir uns doch mit dem besten Team der Region der letzten Saison, dem Sieger der Meisterklasse, unseren Nachbarn aus Wädenswil messen. Erfreulich war, dass der Coach auf ein stattliches Kader zurückgreifen konnte und alle aufgebotenen 13 Spieler auch Einsatzminuten erhielten.
Im ersten Spiel der Saison klappte verständlicherweise noch nicht ganz alles reibungslos. Da wäre zum Beispiel zu erwähnen, dass es nicht alle Trikots in die Leibchentasche schafften, sodass unsere Neulinge Hajro und Nick in, kurzfristig bei den B-Junioren ausgeliehenen, adretten dunkelblauen und für Teenager designten Shirts aufliefen, die ihre Adonis Körper noch etwas mehr betonten
. Auf dem Spielfeld gab es noch das eine oder andere Orientierungs- oder Kommunikationsproblem, das sich dadurch äusserte, dass unsere Verteidiger verschiedentlich mit vollem Einsatz in Zweikämpfe stiegen, nur um dann festzustellen, dass es sich eigentlich um einen Dreikampf handelte
, 2 Horgener gegen 1 Gegner, wodurch zwangsläufig ein anderer Wädenswiler irgendwo frei stand. Letztlich wäre zu erwähnen, dass viele Pass- und Laufwege noch wenig automatisiert erschienen und, vornehm, auf spontaner Intuition respektive realistisch, eher auf Zufälligkeit basierten. Beispielhaft dazu zwei energisch angezogene Flügelläufe von Pudi innert weniger Minuten, bei denen der ballführende Kollege den optimalen Zeitpunkt für ein Abspiel verpasste, was der Sprinter mit einem lauten „ja, ja, neeeiiin“ quittierte
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Sicher hatten aber einige unserer Unzulänglichkeiten auch mit dem Gegner zu tun. Wädenswil präsentierte sich wie erwartet als spielstarke, lauffreudige, robuste und durchaus auch aggressive Mannschaft, die unsere Fehler schonungslos ausnutzte. Mitte der ersten Halbzeit stand es folgerichtig bereits 0:2, bevor Horgen ab ungefähr Minute 20 den Tritt etwas besser fand und bald darauf durch Roger zum Anschlusstreffer zum 1:2 kam. Die Gastgeber hielten nun dezidierter dagegen, manches Duelle wurde sehr energisch geführt, sodass Schiedsrichter Rolf verschiedentlich zwei der Rabauken zum regeltechnischen Gespräch auf die Seite nehmen musste
.
Das zähe Ringen ging auch nach der Pause weiter, Wädenswil führte nach wie vor die feinere Klinge
und spielte sich einige Male gefährlich vors Tor. Einer Flugeinlage von Böbi
und dem Pfosten, wohlwollend abgewandten Blicken des Schiedsrichters bei einigen ruppigen Interventionen rund um den Strafraum (allerdings auf beiden Seiten), aber auch wenig zwingenden Offensivaktionen der Horgener war es geschuldet, dass das Resultat bis knapp vor Schluss unverändert blieb.
Trotzdem wäre eine Überraschung möglich gewesen, als plötzlich Avni, Roger und Hajro gegen 2 Verteidiger und den Torhüter losstürmten, der letzte Pass aber leider nicht ankam. So rettete Wädenswil den knappen Sieg über die Distanz und Horgen konnte die Frage eines Gegenspielers, wo wir denn unsere neuen Eringer Kampfkühe rekrutiert hätten (rein zufällig mit dieser Nummer illustriert…) durchaus als respektvolles Kompliment für eine engagierte und kämpferische Leistung entgegennehmen
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