FC Zürich-Affoltern : FC Horgen ü-50
Die Vorbereitung auf unser heutiges Meisterschaftsspiel verlief wenig vielversprechend. Aus gesundheitlichen
oder freizeittechnischen
Gründen konnten es nur 8 wackere Kämpfer einrichten, die beschwerliche Reise in den Norden Zürichs auf sich zu nehmen. Bemerkenswert dabei war, dass für einmal Sassi das Gefühl erlebte, zuerst am Treffpunkt zu stehen und auf alle warten zu müssen
, da die anderen Fahrzeuge durch Staus, Baustellen oder geschlossene Bahnschranken aufgehalten wurden.
Die routinierte Truppe liess sich dadurch aber nicht aus der Ruhe bringen und verzichtete einfach auf allzu strenge Einlaufübungen, natürlich auch um keine unnötigen Kräfte schon vor dem Match zu verpuffen
. So gestaltete sich, beidseits, auch der Beginn der Partie; ziemlicher Standfussball, wenig Abschlüsse und kaum Aufregung. Die Gastgeber aus Affoltern waren in ihren Offensivbemühungen eher fahrig, verdribbelten sich oft, spielten einen schlechten letzten Pass oder blieben an einem Bein der Horgener Abwehr hängen. Da waren die Gäste vom Zürichsee deutlich effizienter. Zuerst lancierte der umtriebige Avni mit einem schönen Pass in die Tiefe Sassi, der nach einem engagierten Lauf präzise in die Mitte spielte, wo Adi mit gutem Timing nur noch den Fuss zum Führungstreffer hinhalten musste. Ein paar Zeigerumdrehungen später war wiederum Sassi am Ursprung des nächsten Horgener Tors, indem er einen feinen Lupfer Richtung Strafraum spielte, den aufspringenden Ball knallte Martin entschlossen und volley zum Pausenstand von 0:2 in die Maschen.
Ein paar Minuten nach der Pause wurde Sassi endgültig zum heutigen Horgener Assistkönig, da er einen Ball mit einer flinken Handbewegung
, die Schiri Leo trotz lautstarker Proteste der Affoltermer nicht gesehen hatte, zu Adi bugsierte, der den Ball irgendwie via Pfosten zum 0:3 ins Tor beförderte.
Aber dann begann das Unheil
.
Ob nun Fussballgöttin Fortuna ihre Gunst von Horgen abwendete, die 2 laufstärksten Spieler auf dem Platz, die leider keine blauen Leibchen trugen, unsere Defensive wiederholt so alt aussehen liessen, wie wir wirklich sind oder ob auch ein bisschen Glück dabei war, dass der eine Schuss aus nächster Distanz Böbi durch die Beine ging oder der andere ebenso unhaltbar ins Lattenkreuz gezimmert wurde, unsere Führung schmolz innert Kürze dahin wie der letzte Schneemann im Frühling
und schon stand es 4:3.
Wenn man technisch oder körperlich unterlegen ist, clever ausgespielt oder überlaufen wird, muss man einen solchen Rückstand auch sportlich akzeptieren. Etwas gewurmt hat es uns dann aber schon, dass wir schliesslich mit ganz leeren Händen von dannen ziehen mussten, hatten wir doch gegen Ende des Spiels noch mindestens 3 glasklare Chancen, doch weder bei Adi’s Kopfball nach schöner Rückzieherflanke von Robi, bei Avni’s Rush alleine auf den Torhüter zu (ein déjà-vu einer ähnlichen Szene aus der 1. Halbzeit), noch bei einigen Schüssen oder Gestochere im Strafraum, fand der Ball den Weg am ziemlich zufällig immer am richtigen Ort stehenden Keeper vorbei
.
Sehr schade, dass neben dem eigenen offensiven Feuerwerk
leider heute halt auch der eine oder andere Blindgänger dabei war…



