FC Thalwil : FC Horgen ü-50
Der Vollmond ist ja erst am Sonntag, die Vorboten zeigten sich aber bereits im heutigen Auswärtsspiel in Thalwil. Während viele Menschen in diesen Tagen schlecht Schlaf finden, gelang das Horgen zu Beginn des Spiels prima
. Es war noch keine Minute gespielt, als der Ball bereits in unserem Netz zappelte. Klar, die allgemeine Meinung war, dass der Stürmer im Offside gestartet war, der Schiri hatte aber seine Sonnenbrille vergessen
und konnte in der tiefstehenden Sonne gemäss eigener Aussage nicht einmal die Leibchenfarben auseinanderhalten.
Trotzdem hätten die Horgener in dieser und vielen weiteren Szenen zu Beginn des Spiels ihre frühsommerliche Schläfrig- und Pomadigkeit ablegen und ihre Beine mindestens knapp in den zweistelligen Stundenkilometerbereich bewegen können
. Da auch der Ball selten wie gewünscht zwischen Horgener Füssen zirkulierte, war die Hauptaktivität primär im verbalen Bereich festzustellen. Viele Aktionen der Kollegen wurden mit wenig konstruktiven Life Inputs kommentiert
, teilweise begleitet von wildem Gestikulieren, wobei die hergeschenkten Gegentore 2 und 3 auch nochmals reichlich Gelegenheit dazu boten. Nachdem das Geschehen kurzzeitig noch knapp vor dem Überkochen war (Kung-Fu Panda wäre neidisch geworden
) rettete sich Horgen in die Halbzeitpause. Die recht säuerliche Stimmung
wurde lediglich durch das wundersame Halbzeitresultat von „nur“ 3:2 etwas gehoben, was dem einen genauen Schuss von Sassi und einem Eigentor der Gastgeber zu verdanken war.
Im zweiten Durchgang besann sich Horgen auf mehr laufen, spielen, schiessen und kämpfen und dominierte das Spiel über weite Strecken
. Der Druck konnte aber leider nicht genügend in zählbares umgemünzt werden. Auch wenn wir wahrscheinlich in der expected goal Statistik, dem Eckballverhältnis oder den knapp abgewehrten Schüssen am Spielende geführt hätten, gelang nur noch ein Tor, das Pudi nach einem für einmal recht gut gelungenen Zusammenspiel über mehrere Stationen, erzielte.
Dumm nur, dass dies nur noch in die Kategorie Resultatkosmetik gehörte, denn zuvor hatten die Gastgeber bei ihren seltener gewordenen Vorstössen im besten Fall Geleitschutz der Horgener Abwehr genossen
, was die Stürmer mit zwei stilsicheren Spitzgugen aus kurzer Distanz ausnützten, sodass es schliesslich am Spielende Thalwil 5, Horgen 3 hiess.
So blieb nur noch, die nachbarschaftliche Fairness am linken Seeufer beim gemeinsamen Handshake wieder zu finden
, über das Geleistete und Verpasste bei Bier
und Ćevapčići zu sinnieren und dabei den schönen Mond zu bewundern
.







