FC Horgen ü-50 – FC Wädenswil b
Währenddem in gewissen Partien im Altherrenfussball die Stimmung auf und neben dem Platz teilweise etwas gar garstig ist und die Altersweisheit aufgrund von übertriebenem Ehrgeiz oder aggressivem Gekicke und Gezeter auf der Strecke bleibt
, verlaufen die Duelle gegen das B-Team unserer Wädenswiler Nachbarn meistens recht freundschaftlich und ziemlich entspannt
. Vielleicht hat es damit zu tun, dass der Altersdurchschnitt beider Equipen gegen die 60 liegt und das Spielniveau- und Tempo im heutigen Nebelspiel an die Anfänge des bewegten Bildes erinnerte
, eher unberechenbare Qualität, ruckartig und schwarz/weiss.
Den spärlichen Anwesenden wurde heute trotzdem einiges geboten. Erheiterung brachten unter anderem diverse haarsträubende Fehlpässe, (nicht wegen dem Nebel) undurchsichtige Laufwege, Zweikämpfe, die eher an einen „pas de deux“
als an eine Kontaktsportart erinnerten oder die eine oder andere kläglich vergebene Torchance. All das schafften die Horgener ziemlich im Alleingang, denn die Wädenswiler waren zu sehr mit sich selbst, vor allem der Regulierung ihres Sauerstoffhaushalts beschäftigt
. Der Torreigen wurde schliesslich durch eine Passstafette auf der rechten Angriffsseite von Heinz über Päde in den Strafraum eröffnet. Den Statistikern auf der Bank wurde glaubhaft zugetragen, dass schliesslich Pudi den Ball aus kurzer Distanz in die Maschen geschoben haben soll, zu erkennen war selbiges durch die zähe Nebelbank leider nicht
.
Diese Ausbeute der 1. Halbzeit war etwas gar mager, sodass nach dem Pausentee ein Gang höher geschaltet werden musste. Die Früchte konnten bald geerntet werden, zuerst schlenzte Roger nach einem Dribbling den Ball mit dem sonst nur für die Balance gebrauchten linken Fuss zum 2:0 in die tiefe Ecke. Dann knallte Sassi den Ball schnurgerade und humorlos via Pfosten ins Tor, bevor Adi endlich mal einen gescheiten Ball zugespielt erhielt, den letzten Gegner umkurvte und zum 4:0 einnetzte.
Dann unser Gegentor, es hat das Potential, in die Annalen der Mannschaft aufgenommen zu werden
. Aus Persönlichkeitsschutz soll die Schilderung vage bleiben
, Stichworte könnten sein, Luftloch an der Mittellinie von Protagonist 1, Einstellen des Verteidigungsbetriebs und Beobachtung aus bester Position, was der Gegner nun wohl anstellt, erste Abwehr in die Füsse von Protagonist 2, der wie ein betrunkener Autofahrer, der den weit und breit einzigen Baum neben der Strasse umfährt
, den Ball aus 2 Metern, dem einzigen nahen Gegenspieler anschiesst, Steilpass ins klare Offside, sodass unser bedauernswerte Protagonist 3 mit Handschuhen, den Ball nur noch aus dem Tor fischen kann.
Das Endresultat bewerkstelligte schliesslich Robi, der sich selber einen Penalty erstolperte und den Ball via Pfosten zum 5:1 in den Kasten schmetterte.
Ende gut, alles gut und nachdem es Heinz mit sichtbarem Stolz schon mehrfach verkündet hatte
, sei auch hier nochmals bestätigt, dass Block A mit einer 4:0 Bilanz vom Platz ging, währenddem Block B mit 1:1 das Resultat souverän sicherte. Das muss wohl daran gelegen haben, dass Block A durch die eher unkonventionelle Kabinenansprache des Coach und dem refresher in der Pause zu Beginn der beiden Halbzeiten total on fire war
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