FC Horgen ü-50 – FC Schlieren
Mit dem FC Schlieren hatten wir noch die eine oder andere Rechnung offen. Im letzten Meisterschaftsspiel stoppte ein Gewitter
das Spiel nach weniger als einer Stunde, so dass uns nach dem gewerteten Unentschieden genau die möglichen Zusatzpunkte fehlten, um zu Meisterehren zu gelangen. Noch übler erging es uns im Cupspiel diesen Sommer, in dem uns (dem amtierenden Cupsieger
) der Limmattaler Aussenposten einer südlich geprägten Kultur
ziemlich unsanft auf den Boden der Realität zurückholte und uns eine empfindliche Niederlage beifügte, die übrigens völlig selbstverschuldet und verdient war.
Das konnten wir natürlich nicht auf uns sitzen lassen und bliesen heute zur Revanche
. Mit einem 4:1 ist diese Mission geglückt, wiederum in einem Spiel der vielen Episoden. Da wären zum Beispiel zu erwähnen, dass:
– Paschi heute Sassi’s wiederholten zu-spät-kommen-Rekord von 10 Minuten vor Spielbeginn auf 20 Minuten vor Spielschluss hochschraubte, dafür völlig unverschuldet durch eine Zugpanne
– Wie früher bei anderen Filigrantechnikern auch bei Norbi die Eckballvariante Slalom (um die Stange herum
) nicht von Erfolg gekrönt war
– Die Aufforderung des Coach zum einfach spielen von Robi intuitiv mit einem Absatztrick ins Nirvana umgesetzt wurde
– Heinz den Wunsch von Päde nach einem Schluck Tee ebenso intuitiv mit der Handreichung einer Bierdose erfüllte
– Sini seine schon lange vermutete, aber oft schlummernde, famose Schusstechnik aufblitzen liess und seine 2 Geschosse einmal die Latte vibrieren und beim anderen Mal den Match auf unsere Seite kippen liess, siehe unten
– Schiri Claude’s Pfiffe so 50:50 nach eigenen Beobachtungen und von Spielern oder der Bank lautstark geforderten Entscheidungen ertönten
– etc., etc.
Zum Spielgeschehen wäre zudem zu bemerken, dass Horgen die erste Halbzeit ziemlich pomadig auftrat, kaum ins Laufen kam, wenig Torgefahr entwickelte und gegen die stämmigen Südländer im Zweikampf oft unterlegen war. Obwohl das 0:1 wohl ein ziemlich klares Abseitstor war, ging das Resultat so schon in Ordnung.
Nach dem wärmenden Teeinschock
traten die Platzherren entschlossener auf. Nun wurde mehr antizipiert, die Läufe waren energischer und, vor allem unsere Vorkämpfer Roger und Avni setzten auch mal eine physische Duftnote Marke Robusto
. So war es nicht erstaunlich, dass die beiden für den Umschwung zum 2:1 verantwortlich zeichneten, beide Mal in ähnlichem Stil nach einem beherzten Dribbling gegen den letzten Verteidiger und einem satten Schuss.
Zwischen Rückstand und Führung machten wir uns das Leben noch selber etwas schwer, indem wir den unkonventionellen nur-Fussabwehr-Goalie konsequent irgendwo an die Schienbeine oder Füsse schossen, unter anderem durch Robi’s ruhenden Ball aus 7 Metern
. Vorgängig hatte eben Sini seine schon angetönte Granate ausgepackt und aus beachtlicher Distanz genau ins Lattenkreuz gezielt. Alle staunten, nur einer flog stilsicher durch die Lüfte und lenkte den Ball souverän um den Pfosten, dummerweise war es aber nicht der Torhüter, sondern ein Verteidiger. Konsequenz neben dem Penalty war natürlich auch eine rote Karte
.
Die Überzahl nahmen wir dankend an und so gelang Roger bald schon sein zweites Tor. Highlight war aber eine feine Flachpasskombination zwischen Päde und Robi, die letzterer zum verdienten Endstand in die Maschen schob
.
Bei der Diskussion über die diversen Episoden in der 3. Halbzeit wurden die Energiespeicher schon wieder etwas gefüllt
, jemand stellte dabei noch fest, dass magnesiumhaltiges Bier eine echte Marktlücke wäre…





