Horgen fordert höhere Priorisierung des Hirzeltunnels – Gemeind …
Der Gemeinderat Horgen lehnt die geplante Zurückstufung des Hirzeltunnels im nationalen Ausbauprogramm ab. In seiner Stellungnahme zur Vorlage „Verkehr ’45“ fordert er, die Hirzelverbindung als Infrastrukturprojekt von nationaler Bedeutung höher zu priorisieren und bis 2045 umzusetzen.
Der Bundesrat hat das Projekt „N14 Hirzelverbindung“ im aktuellen Entwurf des Strategischen Entwicklungsprogramms Nationalstrassen (STEP Nationalstrassen) vom bisherigen Realisierungshorizont in die Kategorie „Weitere Projekte nach 2055“ verschoben. Der Gemeinderat Horgen ist mit dieser Einstufung nicht einverstanden.
Entlastung für Bevölkerung und Verkehr
Die heutige Verbindung über den Hirzel führt mitten durch das Siedlungsgebiet und belastet die Bevölkerung seit Jahren mit hohem Verkehrsaufkommen. Gleichzeitig führt die Strasse durch sensible, national geschützte Naturräume. Der geplante Hirzeltunnel soll die Ortsdurchfahrt entlasten, die Verkehrssicherheit verbessern und die Lebensqualität der Bevölkerung erhöhen.
Aus Sicht des Gemeinderats ist die Hirzelverbindung zudem für die überregionale Erreichbarkeit von Bedeutung. Sie verbindet die Wachstumsräume Zürich, Zug und Luzern und verbessert die Verbindung zwischen der Ost- und der Zentralschweiz.
Realisierung bis 2045 gefordert
Der Gemeinderat verweist in seiner Stellungnahme auch auf den kantonalen Richtplan Zürich. Dieser sieht für den Hirzeltunnel einen mittelfristigen Realisierungshorizont vor. Eine Verschiebung auf die Zeit nach 2055 würde deshalb nicht mit der heutigen Festlegung im kantonalen Richtplan übereinstimmen.
Der Gemeinderat fordert den Bundesrat auf, die Bedeutung des Projekts nicht allein anhand der einzelnen Bewertungskriterien zu beurteilen, sondern auch die verkehrliche Bedeutung für die Region und die nationale Verkehrsinfrastruktur zu berücksichtigen.
Gemeindepräsident Beat Nüesch sagt: „Die heutige Verkehrsverbindung über den Hirzel belastet die Bevölkerung und die Natur seit vielen Jahren. Mit dem Hirzeltunnel besteht eine Möglichkeit, die Situation nachhaltig zu verbessern. Deshalb muss das Projekt aus unserer Sicht wieder deutlich höher priorisiert werden.“
Der Gemeinderat beantragt, den Hirzeltunnel als Verkehrsinfrastrukturprojekt von nationaler Bedeutung hoch zu priorisieren und bis 2045 umzusetzen. Zudem soll der Bundesrat die Dringlichkeit des Projekts anerkennen und die Priorisierung zeitnah überprüfen.
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