Wahl- und Abstimmungsempfehlungen 8. März
Volksabstimmung vom 8. März 2026
| Gemeinde Adliswil | Parole |
| Projekt «Erweiterung und Aufstockung Betreuungsgebäude Zopf» | JA |
| Stadtrat | Thomas Fässler |
| Stadtpräsident | Stimmfreigabe |
| Schulpflege | Daniela Petoia-Marck |
| Gemeinderat | Liste 5 |
| Nationale Abstimmungen | |
| Initiative „Bargeld ist Freiheit“ Gegenentwurf des Nationalrates Stichfrage, wenn beide Vorschläge angenommen würden | NEIN JA Gegenentwurf |
| SRG Initiative | NEIN |
| Klimafonds-Initiative | NEIN |
| Bundesgesetz über die Individualbesteuerung | NEIN |
| Kanton Zürich | |
| Keine kantonalen Vorlagen | |
Weiterführende Informationen und Erklärvideos sind in der App „VoteInfo“ verfügbar. Während des Wahl- und Abstimmungssonntags werden auch laufend Hochrechnungen, Zwischenergebnisse (für Nationale und Kantonale Vorlagen) und die Endresultate auf VoteInfo publiziert.
Informationen zu VoteInfo sind zu finden auf der Webseite des Bundes: https://www.admin.ch/gov/de/start/dokumentation/abstimmungen/voteinfo.html
Die App kann kostenlos vom Apple AppStore oder Google Play Store bezogen werden.
Kommunalwahlen und Abstimmungen Gemeinde Adliswil
Stadtrat:
Wir empfehlen unseren langjährigen Präsidenten und ehemaligen Gemeinderatspräsidenten Thomas Fässler für den Stadtrat. Thomas Fässler ist in Adliswil geboren, verheiratet und Vater von zwei fast erwachsenen Töchtern. Er kennt Adliswil seit seiner Kindheit und hat die vielfältigen Veränderungen der Stadt miterlebt. Mit ihm stellt sich eine engagierte, kompetente und lösungsorientierte Persönlichkeit zur Wahl.
Beruflich ist Thomas Fässler als Produktmanager in einem grossen Telekommunikationsunternehmen tätig. Als Teil eines Führungsteams trägt er die Verantwortung für zehn Teams mit insgesamt mehr als 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
Schulpflege:
Für die Schulpflege empfehlen wir Daniela Petoia-Marck. Sie ist seit 2022 Mitglied der Schulpflege und motiviert, dieses wichtige Amt für weitere vier Jahre auszuüben. Daniela Petoia-Marck hat zwei Kinder und arbeitet als Berufsschullehrerin.
Gemeinderat:
Die Mitte Adliswil präsentiert eine gut durchmischte Liste mit Kandidatinnen und Kandidaten aus verschiedenen Berufen und unterschiedlichen Lebensphasen. Die bisherigen Amtsträger Simon Schanz, Martial Jacoma, Sarah Tosun und Yannick Falbriard treten erneut an. Ergänzt wird die Liste durch engagierte Kandidatinnen und Kandidaten, die bei einem erhofften Sitzgewinn zum Zug kommen.
Wichtig: Bitte die Liste 5 ins Couvert legen (wenn du einzelne Personen aus anderen Parteien wählen möchtest, kannst Du dafür die leere Linien verwenden). Weitere Infos: https://die-mitte-adliswil.ch
Die Mitte Adliswil empfiehlt Thomas Fässler für den Stadtrat, Daniela Petoia-Marck für die Schulpflege und Liste 5 für den Gemeinderat.
Wollen Sie den Objektkredit von 5,406 Mio. Franken für das Projekt «Erweiterung und Aufstockung Betreuungsgebäude Zopf» annehmen?
Die Schulanlage Zopf steht vor einem weiter steigenden Bedarf an Betreuungsplätzen. Das bestehende Gebäude an der Zelgstrasse 19 kann aufgrund baurechtlicher Vorgaben nicht erweitert werden und bietet langfristig zu wenig Raum. Deshalb ist eine Lösung auf dem Schulareal notwendig.
Die Machbarkeitsstudie wie auch das ausgearbeitete Vorprojekt empfehlen klar die Aufstockung des bestehenden Kindergartengebäudes. Ein entscheidender Punkt: Die bestehende Gebäudehülle wurde damals so konzipiert, dass eine spätere Aufstockung statisch möglich ist. Die Projektlösung ist stimmig, funktional und räumlich durchdacht. Unter den gegebenen Voraussetzungen ist dies die überzeugendste Variante.
Die Kosten von 5,4 Millionen Franken sind hoch. Es gibt aufgrund der hohen Auflagen an den Bau keinen Spielraum für eine signifikante Verbilligung, ohne das Projekt in seiner Funktion oder Qualität massiv zu beeinträchtigen. Diese Erkenntnis war für uns im Grossen Gemeinderat unbequem – aber entspricht der Realität.
Die Mitte Adliswil empfiehlt deshalb die Annahme der Vorlage.
Nationale Abstimmungen
Initiative „Bargeld ist Freiheit“ und direkter Gegenentwurf
Die Forderungen der Initiative sind bereits gesetzlich garantiert. Den direkten Gegenentwurf unterstützt Die Mitte.
Die Mitte Schweiz lehnt die Volksinitiative «Ja zu einer freien und unabhängigen Schweizer Währung in Form von Münzen und Banknoten (Bargeld ist Freiheit)» ab. Die Bargeldversorgung und die Verwendung des Schweizer Frankens sind bereits durch das Nationalbankgesetz (NBG) und das Währungs- und Zahlungsmittelgesetz (WZMG) garantiert. Die in der Initiative vorgeschlagenen Formulierungen sind unpräzise und rechtlich schwer auszulegen.
Die Nationale Konferenz der Präsidentinnen und Präsidenten der Kantonalparteien und Vereinigungen (NKPP) hat abschliessend die Nein-Parole gefasst.
Die NKPP unterstützt jedoch den direkten Gegenentwurf. Er verankert die bereits gesetzlich vorgesehenen Garantien in der Verfassung, indem die Rechtsgrundlage gestärkt und eine sichere Versorgung mit Bargeld in Schweizer Franken gewährleistet wird.
Die Delegierten der Mitte Kanton Zürich schliessen sich der NKPP einstimmig an.
Volksinitiative «200 Franken sind genug! (SRG-Initiative)»
Die SRG-Initiative gefährdet den Service public und schwächt den nationalen Zusammenhalt.
Die Mitte Schweiz lehnt die Volksinitiative «200 Franken sind genug! (SRG-Initiative)» ab. Eine Senkung der Radio- und Fernsehgebühren auf 200 Franken sowie die vollständige Befreiung der Unternehmen würde die SRG finanziell halbieren und zu massiven Sparmassnahmen führen. Tausende Arbeitsplätze wären betroffen, zahlreiche Regionalstudios müssten schliessen und lokale Produktionen würden wegfallen. Dies schwächt den Service public und gefährdet die Medienvielfalt sowie den nationalen Zusammenhalt.
Der Bundesrat hat die Anliegen bereits aufgenommen: Die Gebühren werden schrittweise auf 300 Franken gesenkt, kleine Unternehmen von der Abgabe befreit. Das Parlament unterstützt diesen ausgewogenen Ansatz.
Die Delegierten der Mitte Schweiz fassten am 15. November 2025 die Nein-Parole.
Die Delegierten der Mitte Kanton Zürich haben ebenfalls die Nein-Parole beschlossen (Parolenfassung: Nein: 69, Ja: 1, Enthaltung: 2), ebenso wie die Junge Mitte Zürich.
Klimafonds-Initiative
Die Mitte Schweiz lehnt die Klimafonds-Initiative ab. Die Forderung, jährlich 0,5 bis 1% des BIP – bis zu 9,5 Milliarden Franken – in einen neuen Klimafonds zu investieren, würde den Bundeshaushalt massiv belasten und die Schuldenbremse schwächen. Zudem besteht die Gefahr, dass der Fonds über Steuern finanziert werden müsste, was Haushalte und Unternehmen belasten würde.
Der Bund investiert bereits heute rund 2 Milliarden Franken pro Jahr in Klimaschutz und Energiewende sowie zusätzlich 600 Millionen in die Biodiversität. Mit dem Klimaschutzgesetz, dem CO2-Gesetz und dem Stromversorgungsgesetz sind die zentralen Anliegen der Initiative bereits abgedeckt. Ein zusätzlicher Fonds schafft keinen Mehrwert, birgt aber neue Risiken und Abhängigkeiten.
Die Delegierten der Mitte Schweiz fassten am 15. November 2025 die Nein-Parole.
Die Delegierten der Mitte Kanton Zürich schliessen sich einstimmig der nationalen Nein-Parole an.
Die Mitte Frauen haben die Ja-Parole gefasst. Für sie ist eine ambitionierte Klima- und Energiepolitik ein zentrales Anliegen, weil sie eng mit Fragen der sozialen Sicherheit, der Gleichstellung und der Generationengerechtigkeit verbunden ist. Mit dieser Haltung knüpfen die Mitte Frauen Schweiz an frühere Positionierungen an, etwa an ihre Unterstützung der Biodiversitätsinitiative.
Bundesgesetz über die Individualbesteuerung
Die Individualbesteuerung wird als Lösung für die längst überfällige Abschaffung der «Heiratsstrafe» präsentiert. In der Praxis führt sie jedoch zu neuen Benachteiligungen – insbesondere für Ehepaare mit nur einem Einkommen oder stark unterschiedlichen Einkommen sowie für Alleinstehende ohne Kinder. Besonders problematisch ist der Kinderabzug, der neu hälftig aufgeteilt und nicht übertragbar wäre. Dadurch drohen Familien mit klassischer oder asymmetrischer Erwerbsaufteilung steuerlich schlechter gestellt zu werden. Gleichzeitig entsteht ein grosser administrativer Mehraufwand: Neu müssten verheiratete Paare statt einer zwei separate Steuererklärungen einreichen. Dies entspricht gemäss Berechnungen des Bundes rund 1,7 Millionen zusätzlichen Steuererklärungen, die von den Kantonen bearbeitet werden müssten. Dies würde zahlreiche neue Stellen fordern und somit die Lohnkosten erhöhen.
Die Mitte setzt sich seit Jahren für faire Steuern ein – aber mit tragfähigen Lösungen, die Familien nicht bestrafen und das Steuersystem nicht unnötig verkomplizieren. Mit der Fairness-Initiative hat die Mitte eine echte Alternative aufgezeigt, um die Heiratsstrafe zu beseitigen, ohne neue Ungerechtigkeiten zu schaffen.
Die Delegierten der Mitte Schweiz fassten mit 326 zu 1 bei 2 Enthaltungen die Nein-Parole. Die Mitte Schweiz hat sich am überparteilichen Referendum gegen das Bundesgesetz zur Einführung der Individualbesteuerung engagiert.
Die Delegierten der Mitte Kanton Zürich haben ebenfalls die Nein-Parole beschlossen (Parolenfassung: Nein: 68, Ja: 2, Enthaltung: 3), ebenso wie die Junge Mitte Zürich.
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