Bodenseeausflug vom Horn ans Horn
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Was hatten wir Glück mit dem Wetter! Freitag und Samstag strahlend schön und der Sonntagmorgen auch besser als erwartet. Und der Ort Horn, ein Ortsteil von Gaienhofen, war wunderschön mit gepflegten, blühenden Gärten und unser Hotel direkt am See.
Freitagmorgen fing es an. Die meisten Teilnehmer trafen sich zum Aufladen der Boote am Horn in Richterswil. Thomi war so nett, unsere Boote zu fahren, obwohl er selber eine Ausstellung hatte und daher nicht mitkommen konnte. Unter seiner Aufsicht luden wir Harry, Laguna, iBoot, Pinky und BiTurbo auf. Später kam dann noch Ragazzi dazu, von Thomi netterweise zur Verfügung gestellt. Aber nicht nur die Boote, auch Böcke, Ausleger, Ruder und Leitern wurden fachmännisch auf den Anhänger verladen. Es war schon recht aufwendig, aber zusammen ging es schnell und Spass machte es auch.
Dann fuhren die ersten los. Ruth, Doris und Katja kamen zuerst an, aber auch die meisten anderen erreichten den Bodensee kurz nach Mittag, den wir in der wirklich schönen örtlichen Badi verbrachten. Alte Pappeln spendeten Schatten und der Strand war kiesig und nicht ganz so voller Schlick wie direkt beim Hotel am See.
Nach einem Mittagessen – Pizza, Currywurst oder Kartoffeln mit Tzatziki – luden wir die Boote in der Badi ab und machten uns auf unsere erste Tour: rüber nach Radolfzell, ein idyllischer und ruhiger Arm des Untersees. Das Wasser war klar, grün und der Himmel strahlend blau. Einige der Untiefen am Ufer machten das Navigieren ein wenig spannend, aber aufgelaufen ist niemand.
Nach der Rückkehr trafen wir im Hotel – wo wir ein Haus ganz für uns hatten, eher einfach, aber viele Zimmer und mit dem Notwenigen ausgestattet – auf die restlichen Ausflügler:
Tanja, Sarah, Sandra und Sofia. Nachdem sich alle eingerichtet hatten, ging es zum Abendessen ins Gasthaus zum Hirschen. Das Essen war sehr fein – vom Spargel zu Lammfilet war alles im Angebot und die Portionen waren typisch deutsch eher gross. Hier traf auch unsere letzte Teilnehmerin Dessi ein, von allen herzlich begrüsst.
Am nächsten Morgen trafen wir uns um 7.30 Uhr zum Frühstück – leider fing es offiziell erst um 8.00 Uhr an, aber wir bekamen schon davor unseren Kaffee und sobald es vorbereitet war, liessen uns die Gastgeber ran an das Buffet. Der Pavillon fürs Frühstück lag direkt am See, und das Buffet war ausgiebig und lecker.
Nach dem Frühstück machten wir uns zu einem Ausflug nach Konstanz auf in der Hoffnung, beim Ruderclub anlegen zu können, denn über 30 km ohne Pause wären hart gewesen. Glücklicherweise hatten wir mit Michael einen Ehemaligen aus Konstanz dabei, er kannte sich super aus und konnte uns die schönsten Strecken zeigen. Nach einer wunderschönen Fahrt vorbei an Fischreusen und anderen Pfählen, die einfach aus dem Wasser ragten, kleinen Fischerbooten und grossen Kursschiffen fuhren wir in den Seerhein ein. Der Bodensee hat viel Schilf am Ufer und überhaupt sind die Ufer viel mehr naturbelassen als bei uns am Zürisee. Der Seerhein hatte eine leicht Gegenströmung, aber nicht zu schlimm und er war glücklicherweise breit genug, um das Navigieren nicht zu stressig zu machen. Am Ufer gab es idyllische Dörfer wie Gottlieben mit einem Wirtshaus und einer Badi nach der anderen.
Leider hatte Laguna Probleme mit dem Steuer, so dass man kräftig links ziehen musste. Und es sollte auf der Rückfahrt noch schlimmer werden.
Nach der zweiten Brücke und kurz vor der dritten – nach welcher der Obersee anfängt – kamen wir am Ruderverein Neptun Konstanz an. Es gab einen Ponton am ziemlich steilen Ufer und die Kollegen vom Ruderverein liessen uns die Boote auf ihren Böcken abstellen. Wir konnten mit gemeinsamer Kraft sogar den Harry hochtragen.
Der Verein ist sehr schön direkt vor der Altstadt gelegen, so dass wir uns in Gruppen aufmachten, für eineinhalb Stunden Konstanz zu besuchen. Ausserdem musste Susi noch Salat für unser Abendessen einkaufen und Zeit für Mittagessen war auch.
Um 14.45 Uhr trafen wir uns alle wieder am Ruderverein, es wurde eingewassert und es ging zurück mit einem Schwenk zur Insel Reichenau. Auf dem Rückweg wurden die Probleme mit Lagunas Steuer so schlimm, dass das Team eine abenteuerliche Zickzacktour fahren musste, um überhaupt zurückzukommen.
Deswegen, wegen der warmen Temperaturen und der langen Strecke waren alle herzlich müde und froh, dass wir im Garten vor unserem «Hüsli» grillieren konnten. Susi hatte den Apéro bereits vorbereitet mit Rettich, Nüssen und Chips. Ausserdem gab es eine Riesenportion Salat, 3 kg Erdbeeren und genug Fleisch und Würste (auch Vegi) war vorbereitet. Peter stand am Grill und wir konnten einen schönen Abend geniessen und lernten einander über Geschichten und Gespräche noch besser kennen.
Am Sonntagmorgen gab es die letzte Ausfahrt. Wir trafen uns bereits um 6.15 Uhr vor dem Haus. Zunächst war geplant, in Richtung Stein am Rhein zu rudern, aber der Wind war bereits heftig und trieb uns Wellen entgegen. So drehten wir und gingen wieder in den ruhigen Seitenarm nach Radolfzell, wo der See tatsächlich spiegelglatt war. Um 9 Uhr zurück, gab es noch mal das wirklich gute Frühstück und dann wurden die Boote abgeriggert und aufgeladen. Wir hatten inzwischen Übung, so ging es gemeinsam einigermassen schnell. Dann noch aufräumen, Betten abziehen und verabschieden.
Schön war es. Es wird bestimmt nicht das letzte Mal gewesen sein.
Katja
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