FC Horgen ü-50 – FC Dietikon
Wie der spriessende Bärlauch oder die übermütigen Rehe und Dachse, denen der Schreiberling auf dem Heimweg auf dem Horgenberg begegnete, sind heute auch die Horgner Altherrenfussballer beschwingt im Frühling angekommen und überrannten die Gäste aus Dietikon mit einem viel zu knappen 6:0.
Vor der Partie hätte der neutrale Beobachter wohl kaum auf diesen Spielausgang gewettet. Während sich nämlich die Rotgekleideten aus dem Limmattal durch ein ausgedehntes, seriöses Einlaufen vorbereiteten
, brachten die, neu in Einheitsgrösse XL auflaufenden
, blauen Gastgeber kaum 3 gerade Pässe beim 7:2 Aufwärmspielchen zustande.
Aber weit gefehlt, die Dietiker hatten zwar ein paar durchaus talentierte Fussballer in ihren Reihen, konnten aber läuferisch und als Mannschaft mit Horgen kaum mithalten. Ob sie sich nun beim Einlaufen schon zu sehr verausgabt hatten oder ob das regelmässige Wintertraining der Einheimischen doch Früchte getragen hat
, lässt sich nicht zweifelsfrei eruieren. Fakt ist aber, dass Böbi im Horgner Tor kaum je in grössere Bedrängnis geriet. In der gefährlichsten Aktion der Gäste sah er mit gutem Auge entspannt zu, wie der Ball nur an den Pfosten klatschte. Zudem konnte er sich nicht mal bei einem durchaus fälligen Penalty beweisen, da der Schiedsrichter bei einem von Luzzi eher rustikal geführten Zweikampf keinen Anlass zum Eingreifen sah
.
Kein Penaltypfiff wiederholte sich tief in der zweiten Halbzeit auch zu Lasten der Horgner, sodass wir die Tore also selber herausspielen mussten. Dies geschah dann auch in regelmässigen Abständen. 14, 32, 42, 55, 63, 70 waren die von Spielchronist Heinz Pi minutiös notierten Spielminuten, 16, 7, 16, 16, 7, 16 die Rückennummern unserer 2 Torschützen. Währenddem Doppeltorschütze Robi durch eine fast 100-prozentige Chancenauswertung überzeugte, notabene mit 2 strammen Flachschüssen ohne grossen dribblerischen Firlefanz
davor, hätte Topscorer Roger seine Führung in der internen Torschützenliste heute fast schon uneinholbar ausbauen können, wenn nicht „nur“ 


seiner Abschlüsse den Weg ins gegnerische Netz gefunden hätten.
Gute Frühlingsgefühle überwiegen aber auf jeden Fall, vor allem auch, da die Organisation bei Horgen, meistens, stimmte, der Ball oft gepflegt laufen gelassen wurde, einige Tore nach feinen Passstafetten entstanden und alle Akteure konzentriert und engagiert ans Werk gingen. Diese kompakte und überzeugende Mannschaftsleistung führte zum schliesslich ungefährdeten Sieg, der uns sogar ganz unverhofft an die Tabellenspitze katapultierte
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