BILAC 2025, 2 Boote vom SCR waren dabei
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Auch in diesem Jahr war der SCR an der Bilac dabei, diesmal mit zwei Booten, Soleil mit Tanja, Marianne, Sarah, Lorenz und Harry, und Aquaholic mit Karin, Daniela, Mirella und Ruth.
Da die Wettervorhersagen für Samstag, 20.9.25, optimal waren, wurde der Entscheid, das Rennen auf der Orginalstrecke von Neuenburg durch den Zihlkanal nach Biel zu führen, dem OK leicht gemacht. Auch für uns war der Entscheid der Seestrecke ein Wunschentscheid, es war vor allem auch für die Steuerfrauen eine Erleichterung, nicht auf der kurvenreichen Aare rudern zu müssen.
Bei der gemeinsamen Hinfahrt am Freitagabend nach Neuenburg wurden die letzten Rennvorbereitungen besprochen. Bei 117 angemeldeten Ruderbooten und Massenstart überlegte sich das Team Aquaholic genau, wo wohl die beste Startposition sei, welche Taktik die Beste sei und wie viele Pausen sinnvoll wären.
Am Buffet eines asiatischen Restaurants konnten wir mit viel Leckerem unsere Kohlenhydrat- und Eiweissspeicher noch so richtig aufladen. Die Vorfreude wich langsam, aber sicher einer guten Portion Nervosität. Zeitig und ohne Abendbier legten wir uns aufs Ohr und versuchten trotz Partystimmung auf der Strasse, den Schlaf zu finden.
Ohne irgendwelche Magen-Darmverstimmungen trafen wir uns alle am Frühstücksbuffet wieder. Soll es nun ein grosser Kaffee sein, nur ein Glas Wasser oder gar nichts Flüssiges mehr? Wo und wann können wir unsere Blase das letzte Mal entleeren?
Ein wunderschöner Sonnenaufgang über dem flachen Neuenburgersee begrüsste uns Richterswiler auf dem Bootslagerplatz am neugestalteten Ufer Place des Jeunes Rives. Mit jeder Menge Motivation und einer Prise Nervosität gingen wir an die Vorbereitung: anriggen, Startnummer montieren und den Powerfood im Boot verstauen.
Das Team Aquaholic hatte durch den Sieg im Jahr 2024 die Messlatte hoch gesetzt. Doch war bereits aus der Startliste ersichtlich, dass die Konkurrenz dieses Jahr keine Newcomer waren und den Sieg zu verteidigen an ein Wunder grenzen würde. Beim Team Soleil ist Tanja kurzfristig von der Bug- zur Steuerfrau geworden, was eine sichere, schnelle Linie ins Ziel versprach.
Dass bei 117 Mannschaftsbooten (darunter einige Achter und ganz viele Fünfer und Vierer) das Schlangestehen bei den fünf vorhandenen Toiletten viel Geduld von uns verlangte, muss hier nicht erwähnt werden. Doch dass es deshalb zeitlich nicht zu einem Teamfoto reichte, ist zu bedauern.
Auch dieses Jahr verlief die Vorstartphase für den Vierer nicht ganz nach Plan, dieses Mal aufgrund eines eingeklemmten Steuerseils 12 Minuten vor dem Start, welches aber durch Dani, unserem Bootstransporteur vom Stämpfli, wieder gelöst werden konnte. Wieso das Steuerseil eingeklemmt war, darüber wurde Stillschweigen vereinbart.
Wie es die vier Ruderinnen doch noch geschafft haben, aus der Poleposition zu starten, kann nicht mehr eruiert werden, aber eines war sicher: Am Start hatten wir unseren Bugball auf Position Eins.
Gemütlicher und mit dem Gedanken, das Feld von hinten aufzurollen, ging das Team Soleil an den Start.
Die Stimmung, wenn so viele Ruderboote mit dem Ziel Biel und der Sonne im Rücken auf glitzerndem Wasser miteinander losrudern, war sehr eindrücklich.
Bereits nach sieben Kilometern befanden sich die Boote im Zihlkanal, das Feld hatte sich in einen langen Tatzelwurm gestreckt und man hatte genügend Platz zum Rudern. Nach 15 Kilometern wurde der Bielersee erreicht. Während die einen SCR-ler eine kaum zeitlich messbare Trinkpause einlegten, pausierte die andere Mannschaft etwas länger. Die Diskussion dieser Mannschaft, ob es fürs Grillieren gereicht hätte, ist noch nicht abgeschlossen.
Das schöne Wetter lockte auch die Westschweizer mit ihren Motorbooten auf den See. Doch es zeigte sich deutlich, dass dies für uns Richterswiler kein Problem war. Gekonnt ritten wir über die Wellen, während unsere Gegner jeweils kurze Pausen einlegen mussten.
Das Boot Aquaholic wurde ab Streckenhälfte von einem Achter so stark angetrieben, dass sie mit einem zackigen Streckentempo als drittschnellstes Frauen-Boot in einer Zeit von 2:13h in Biel die Ziellinie überqueren konnten.
Die Soleil wollte Biel innerhalb von 3 Stunden erreichen, was sie inklusiv (Grill-)Pause souverän schafften.
Nach einem feinen Essen, mit schmerzhaften Sitzhöckern und müden Muskeln, brachte der Zug uns zurück an den Zürichsee.
Als wären 30 Kilometer nicht genug, ging es am Sonntagmorgen in aller Frühe los. Beide Boote warteten bei der Firma Stämpfli darauf, nach Richterswil zurückgerudert zu werden. Wenn das eine Boot mit zu vielen Gipfeli an Bord losrudert, sieht sich die andere Mannschaft gezwungen, diese Gipfelipiraten in flottem Renntempo einzuholen.
Durch ein geschicktes Manöver konnten die Gipfeli erfolgreich gekapert werden. Alsbald ging es gestärkt und mit einem gemütlichen Ruderschlag weiter Richtung Richterswil.
Ein grossartiges Erlebnis, das uns im Vorfeld über viele Ruderausfahrten begleitet und motiviert hat, ist vorbei. Was bleibt, sind die vielen schönen Eindrücke, Lacher, Running Gags und die Vorfreude auf die Bilac 2026.
Ruth, Karin und Sarah
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