Fanionteam im Tal der Tränen – der Fussball schrieb sein bitter …
Die Sonne brannte erbarmungslos auf die Sihlmatte – und doch war sie nichts gegen die Glut, die auf den Schultern der
Spieler des FC Langnau lastete. Im letzten Meisterschaftsspiel der Saison gegen den FC Thalwil 2 stand alles auf dem
Spiel: der Ligaerhalt – die Belohnung für Monate voller Schweiss, Einsatz und Glaube.
Ein Sieg – und man hätte es geschafft. Ein Punkt – und das Zittern begann. Eine Niederlage – und das
Schicksal lag nicht mehr in den eigenen Händen.
Doch wie sich das Fanionteam präsentierte, war nichts weniger als ein Statement: kampfstark, mutig, gemeinsam.
M. Ibrahimi – wie so oft das Herz dieses Teams – eröffnete das Skore in der 28. Minute mit einem herrlichen Treffer
per Fallrückzieher. Kurz darauf reagierte Menini nach einem Abspielfehler des gegnerischen Torwarts am
schnellsten und staubte zum 2:0 ab. Auf den Rängen machte sich Zuversicht breit. Die Hoffnung lebte.
Zur Pause war alles angerichtet. Der Ligaerhalt zum Greifen nah.
Doch Fussball ist manchmal gnadenlos. In der zweiten Hälfte flachte das Spiel ab, die Kräfte schwanden – die
Spannung hingegen stieg ins Unermessliche. Die anderen Resultate machten klar: Es lag allein an uns.
Dann kam die 85. Minute. Ein geblockter Abschluss, Thalwil setzte nach – der Anschlusstreffer. Plötzlich war alles
wieder offen. Thalwil warf alles nach vorne. Und tatsächlich: Mit der allerletzten Aktion bereits tief in der
Nachspielzeit zappelte der Ball im Netz. Ein Sonntagsschuss, unhaltbar, hoch ins lange Eck. 2:2. Der Schlusspfiff
folgte unmittelbar. Kein Aufbäumen mehr möglich. Keine Zeit für Antworten.
Totenstille. Fassungslosigkeit. Schmerz.
Denn während auf der Sihlmatte das Unfassbare geschah, nutzte Wollerau die Gunst der Stunde und zog mit
seinem Sieg gegen KiRü an den Langnauern vorbei. Der Abstieg war besiegelt – in allerletzter Minute. Fussball
kann so grausam sein.
Ein besonders bitteres Ende für das Trainerduo Ibrahimi/Sansone, das das Team mit Leidenschaft und
Fachverstand durch die Saison geführt hatte. Und was für ein schwerer Abschied für J. Ibrahimi als Trainer, der
dieses Team in den letzten sechs Jahren geprägt hat – zuerst zwei Jahre als Assistent, dann vier Jahre als
Cheftrainer der 1. Mannschaft.
An dieser Stelle: ein herzliches Dankeschön an Jeton für seinen grossen Einsatz, seine Loyalität und seinen Beitrag
zur Entwicklung des Fanionteams. Seine Arbeit hat Spuren hinterlassen – sportlich wie menschlich.
Aber: Wer fällt, darf liegen bleiben. Wer aufsteht, schreibt Geschichte.
Jetzt heisst es: Durchatmen. Die Wunden lecken. Den Blick nach vorne richten. Es bleibt zu hoffen, dass die
Mannschaft zusammenbleibt – dass man sich gemeinsam mit dem neuen Trainer Costanzo wieder formiert und mit
voller Kraft den direkten Wiederaufstieg anpeilt.
Denn eines ist klar: Dieses Team gehört in die 3. Liga. Das habt ihr diese Saison eindrücklich gezeigt.
Kopf hoch, Männer. Ihr habt gekämpft. Ihr habt alles gegeben. Und ihr werdet zurückkommen – stärker als je
zuvor.
Hopp Langnau. Immer weiter.PS: Gute Nachrichten vom Nachwuchs!
PS: Gute Nachrichten vom Nachwuchs!
Ligaerhalt für das Team Nachwuchs: Trotz der Niederlage im letzten Spiel gegen den FC Einsiedeln 2 konnten die
jungen Langnauer nach dem sensationellen Aufstieg im letzten Sommer die Klasse halten und in der 4. Liga
verbleiben. Dank einer starken Vorrunde hatte man bereits genügend Punkte auf dem Konto, um vom SC Siebnen
nicht mehr eingeholt zu werden.
Gratulation und grosses Kompliment an Cheftrainer Thoma, seinen Staff und sein Team zu dieser starken Leistung!





