TV Thalwil – HC Andelfingen: 29:31 (15:15)
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Am allerletzten Spieltag auf den letzten Platz abgerutscht und abgestiegen !
Während der ganzen Saison lagen die Thalwiler Aufsteiger auf einem Tabellenplatz, der wenigstens zur Teilnahme an den Abstiegsspielen berechtigt hätte. Mit der Niederlage nach gutem Spiel gegen den HC Andelfingen und dem gleichzeitigen Heimsieg von Schlusslicht Stäfa ist der Abstieg Tatsache geworden und der TVT belegt genau einmal den letzten Rang – am Schluss !
TV Thalwil – HC Andelfingen: 29:31 (15:15)
Die Ausgangslage vor dem allerletzten Spiel der Qualifikationsrunde war klar – und einfach: um den Direktabstieg zu verhindern, musste Thalwil die gleiche Punktanzahl gewinnen, wie dies die Reserven von Stäfa tun. Diese lagen während der ganzen Spielzeit, während 19 Spieltagen, auf dem letzten Tabellenplatz und haben unter anderem gegen die Thalwiler zweimal verloren. Auf Wundersame Art und Weise jedoch schafften es die rechtsufrigen aus den letzten 5 Saisonspielen 7 Punkte zu gewinnen. Ein etwas fader Nachgeschmack verursacht dabei die Tatsache, dass im Vorletzten Spiel gegen Kooperationspartner Red Dragons Uster diese nicht mit der bestmöglichen Mannschaft antreten konnten und prompt klar und deutlich verloren. Und im letzten Spiel die Albis Foxes mit einer Rumpfmannschaft nach Stäfa reisten, bei der gleich die besten drei Torschützen fehlten welche für genau die Hälfte aller erzielten Treffer verantwortlich zeichneten. Dass mit dieser Truppe keine Punkte zu gewinnen sein werden, wussten die Foxes wohl auch schon vor Spielbeginn und mussten sich die bei doppeltem Punktgewinn mögliche Qualifikation für die Aufstiegsspiele selber abschminken.
Schlussendlich hätte es der TVT aber in der eigenen Hand gehabt, den Direktabstieg zu verhindern, oder bei einem Sieg vor ein paar Wochen im Heimspiel gegen Volketswil sozusagen frühzeitig alles klar zu machen. Die Mannschaft trat entschlossen auf und vermochte für einmal von Beginn weg das Zepter in die eigene Hand zu nehmen. Es war wiederum – wie schon neulich gegen Oberland – ein attraktives Handballspiel. Wenn immer der Gegner auch mit Tempo und Spielwitz auftritt, können die Thalwiler mithalten und es entwickeln sich gute Spiele. Zur Pause war noch nichts entschieden, lautete das Resultat 15:15.
Im zweiten Durchgang dann machte der Gästetrainer den Thalwilern das Leben schwerer und ordnete permanent das Spiel mit dem 7. Feldspieler an. Zwar verteidigten die Einheimischen weiterhin engagiert und konsequent und vermochte sich der Gegner vorerst nicht abzusetzen, aber die Andelfinger spielten diese taktische Variante derart gut, dass es zu praktisch keinen Ballverlusten kam und der Gegner so nur ganze zweimal einen Wurf auf das leere Tor anbringen konnte. Hätten die Andelfinger diese Variante nicht angewandt, wäre ein Sieg des TV Thalwil durchaus dringelegen. Angriff für Angriff mussten die Gastgeber in der Deckung richtig hart arbeiten, taten das auch gut und hatten wie zuletzt immer, den besseren Torhüter in ihren Reihen. Aber im Angriff ….dort scheiterten Sie immer wieder. Abschlüsse waren ungenau, vor allem aber häufig überhastet und unklug ausgeführt.
Und so passierte, was eigentlich nie hätte passieren dürfen: der Aufsteiger verlor sein letzten Saisonspiel und rutschte mit dieser Niederlage am allerletzten Spieltag auf den Direktabstiegsplatz ab.
Gegen Andelfingen spielten: Chrigi (16 Paraden), Mäge (1); Liam (3 Tore), Sean (8, davon 4 Pen), Laurin (4), Gjon (2), Fisch, Simi (9), Jaro, Lirim (1), Keanu (2), Alessandro, Kevin, Maurin (nicht eingesetzt)
Spielfilm: 4:2 (5. Min), 6:5 (10.), 8:8 (15.), 10:12 (20.), 13:13 (25.) 16:17 (35.), 19:19 (40.), 20:23 (45.), 23:26 (50.), 24:27 (55.)
Verloren hatte man das Spiel schlussendlich zwischen der 40. und 45. Minute, als Andelfingen mit drei Toren davonziehen konnte. Die Saison jedoch haben die Grünweissen nicht im letzten Spiel verloren, sondern in den Spielen gegen andere Gegner, wie zB. Volketswil/Witikon oder Uster, gegen welche man keinen einzigen Punkt gewinnen konnte.
So hart das Ganze auch ist, es ist die Realität und hat sich irgendwo durch auch abgezeichnet. Die Trainingspräsenz war zu gering, der bedingungslose Wille den Handballsport auf Niveau 2. Liga betreiben zu wollen und die dafür nötige Priorisierung in der Freizeit entsprechend anzupassen, wollte und machte leider nur eine Minderheit im Team. Das Verletzungspech während der ganzen Hinrunde war krass, darf aber keine Entschuldigung sein – es hätten genügend Chancen bestanden, die missratene Vorrunde in diesem Jahr noch zu korrigieren und lange Zeit hätten auch die Gegner entsprechend mitgespielt.
Bitter ist, dass in dieser Gruppe zwei Teams «freiwillig» absteigen, weil sie wohl einen 2. Liga- Betrieb nicht mehr stemmen wollen/können. Der nationale Verband hat bis heute Montag noch nicht entschieden, was mit diesen Direktabsteigern passiert. Werden sie einfach ans Ende der Gruppe gesetzt ? Dann stünde der TV Thalwil wenigsten noch in den Abstiegsspielen und hat am letzten Spieltag «nur» den direkten Ligaerhalt verspielt. Oder werden die zwei freiwilligen Absteiger ans Ende der ganzen Liga gesetzt ? Das hätte möglicherweise zur Folge, dass auch die Direktabsteiger nochmals in die Hosen müssten. Vieles ist beim Schweiz. Handballverband möglich – und der hat in den letzten Jahren auch immer wieder kurzfristige Modi-Anpassungen und unglaubliche Szenarien aus dem Hut gezaubert – die Entscheidung bleibt abzuwarten.
Grundsätzlich gilt es für den TV Thalwil und insbesondere die Mannschaft, jetzt die Saison und die Ereignisse zu verarbeiten und die nächste Spielzeit in der 3. Liga vorzubereiten – man ist wieder dort, wo man unbedingt nicht mehr sein wollte !
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