Herber Dämpfer im Abstiegskampf
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TV Thalwil – SG Volketswil/Witikon 24:28 (13:17)
Das Hinspiel ging mit der knappsten aller möglichen Niederlagen (25:26)verloren, in einem Spiel, bei welchem mehrere Stammspieler verletzt fehlten. Am vergangenen Samstag konnten die TVT-ler erstmals in diesem Jahr auch wieder auf ihren Verteidigungschef Jaro Fäh zählen und gingen entsprechend positiv und praktisch komplett ans Werk.
Zwar wurde der Start – einmal mehr – gegen die Altherrentruppe aus Witikon etwas verschlafen, aber bis zur 7. Minute schien man im Spiel angekommen zu sein und lag 4:5 hinten. Bereits dann ereigneten sich aber die wohl spielentscheidenden Szenen: einem erfolgreich abgeschlossenen Angriff der Gäste folgte ein fataler Fehlpass der Thalwiler im Anspielkreis welcher zu einem Gegentreffer führte und danach nochmals ein verwerteter Abschluss der Witiker – und schon lag man in der 9. Minute 4:8 hinten. Von diesem Rückstand sollten sich die Einheimischen schlussendlich nicht mehr erholen, nur dreimal noch (12. Minute 7:9, 44. 19:21, 47. 20:22) kam man auf zwei Tore heran – zu mehr reichte es nicht mehr.
Das Spiel ging also in der Anfangsphase verloren und man darf sich die Frage stellen, weshalb es immer wieder passiert, dass die Mannschaft zu Spielbeginn nicht bereit zu sein scheint. Liegt es an der unmittelbaren Matchvorbereitung ? Am Warmup ? vielleicht sogar schon an den Trainings in den Tagen vor dem Spiel ? Eben in dieser Woche waren beide Hallentrainings sehr schlecht besucht und daher es ist eigentlich nicht verwunderlich, wenn dann solche Leistungen resultieren.
Die routinieren, jedoch über das ganze Spiel gewohnt unfair und oft unsportlich agierenden älteren Spieler des Gästeteams wussten das von Beginn weg gut auszunutzen. Immer wieder konnten sie mit ihrem zwar durchschaubaren aber äusserst effizienten Angriffsspiel Lücken in die TVT-Deckung reissen und kamen so hauptsächlich in der ersten Halbzeit zu vielen einfachen Toren. Wie die Gäste immer wieder jammerten, mit den Schiedsrichter diskutierten, unzählige Male von diesen der Schauspielerei überführt wurden und Mätzchen da und dort einstreuten, ist allerdings beachtlich und macht die Aufgabe auch für die, in diesem Spiel nicht immer glücklich agierenden aber schlussendlich nicht spielentscheidend pfeiffenden, Schiedsrichter nicht einfacher.
Viele Schlüsselspieler des TVT zogen zudem keinen guten Tag ein und haderten zuweilen auch mit den oben beschriebenen Szenen. Ein Gegner der austeilt und auch einstecken kann, gegen diesen begegnet man sich im harten Handballsport mit Respekt, Fairness und auf Augenhöhe. Teilt eine Mannschaft aber aus und vermag selber nichts einzustecken, wird es schwierig. Glücklicherweise ist das meistens aber nicht der Fall.
Zwar gelang es dem TVT in der zweiten Spielhälfte die Defensive zu stabilisieren und man liess auch nur noch 11 Gegentore zu, das Angriffsspiel war jedoch geprägt von Ungeduld und ungenauen Würfen, welche den gegnerischen Torhüter so schlussendlich zum Matchwinner machten und für den aus Thalwiler Sicht negativen Spielverlauf sorgte.
Die schon erwähnte Phase zwischen der 44. und 48. Minute als man den Rückstand auf zwei Treffer reduzieren konnte und genügend Zeit noch auf der Uhr gewesen wäre um das Spiel zu drehen, vermasselten sich die Grünweissen mit zwei der eher seltenen technischen Fehler und einem weiteren fatalen Fehlpass direkt in die Hände der Gegner gleich selber. Schaut man auf die Statistik fällt auf, dass beide Teams bei den Siebenmetern keine 100% Quote erreichten. Thalwil erzielte 5 Treffer aus 7 Versuchen, Witikon 5 aus sogar 8 Versuchen. Und es ist auch auffallend, dass Thalwil bloss 2 kleine Zeitstrafen erhielt, Witikon aber gleich deren 7 … eine einfache Schlussfolgerung könnte also sein, dass nur schon ein Plustor pro Überzahlspiel hätte reichen müssen um das Spiel zu gewinnen.
Der Kommentar eines der Protagonisten auf Seiten der Gäste beim abschliessenden Shake hands, «hoffentlich steigt ihr ab», sagt vieles über den Fairnessgedanken innerhalb dieses Gegners aus.
Gegen die SG Volketswil/Witikon spielten: Chrigi (17 Paraden), Mäge (0), Liam, Sean (5 davon 5 Pen.), Laurin (6), Gjon, Fabian (4), Fisch, Lirim, Simi (2), Alex (1), Jaro, Alessandro, Keanu (6)
Spielfilm: 2:4 (5. Min), 5:9 (10.), 7:11 (15.), 8:13 (20.), 11:15 (25.), 15:19 (35.), 17:21 (40.), 19:21 (45.), 20:24 (50.), 21:25 (55.)
Den Abstiegsspielen kann der TV Thalwil nicht mehr entkommen – noch ist aber sowohl der direkte Abstieg (Rang 11) möglich. Diesen werden die Seebuben unbedingt abwenden wollen um in zwei Spielen im April sich die Ligazugerhörigkeit dann zu sichern.
Am nächsten Samstag besteht gegen den Tabellenleader SG Handball Züri Oberland die Chance, sich zu rehabilitieren. Wer weiss, vielleicht gelingt der Befreiungsschlag – bekanntlich spielt die Mannschaft gegen Gegner besser, gegen die man nicht gewinnen muss – sondern darf !
Nächstes Spiel:
Samstag, 15. März 2025 / 17.30 h Sonnenberg
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