Langnau am Albis: Budget 2027 mit kleinem Plus und hohen Investiti …
Das Budget 2027 von Langnau am Albis sieht einen Ertragsüberschuss von 70’500 Franken vor. Trotz steigender Ausgaben beantragt der Gemeinderat einen unveränderten Steuerfuss von 106 Prozent. Die hohen Investitionen werden die Gemeindefinanzen in den kommenden Jahren jedoch stärker belasten.
Für das kommende Jahr rechnet die Gemeinde mit einem Gesamtaufwand von rund 63,76 Millionen Franken und einem Ertrag von rund 63,83 Millionen Franken. Damit fällt das budgetierte Ergebnis besser aus als im Vorjahr: Für 2026 war ein Aufwandüberschuss von 217’400 Franken vorgesehen. Dies geht aus der Medieninformation des Gemeinderats vom 29. Oktober 2026 hervor.
Budget 2027: 32,4 Millionen Franken für Investitionen
Im Verwaltungsvermögen plant Langnau am Albis Nettoinvestitionen von 32,44 Millionen Franken. Im Budget 2026 waren es 24,32 Millionen Franken. Hinzu kommen 2027 Nettoinvestitionen von 2,45 Millionen Franken im Finanzvermögen.
Zu den anstehenden Vorhaben gehören die Schul- und Sportanlage Unterdorf sowie die Erweiterung, Sanierung oder der Neubau mehrerer Kindergärten. Auch bei der Wasser- und Strasseninfrastruktur besteht laut Gemeinderat ein Investitionsrückstand. Die Infrastruktur müsse instandgehalten und erweitert werden, um den heutigen Anforderungen und einer künftig wieder steigenden Bevölkerungszahl gerecht zu werden.
Der Selbstfinanzierungsgrad liegt im Budget 2027 bei 10 Prozent. Die Gemeinde kann somit nur einen kleinen Teil der Investitionen im Verwaltungsvermögen aus selbst erwirtschafteten Mitteln finanzieren.
Höhere Kosten in mehreren Aufgabenbereichen
Die Ausgaben steigen unter anderem in der Verwaltung, beim Betreibungskreis Thalwil und bei der Feuerwehr. Im Bildungsbereich nehmen die Kosten ebenfalls weiter zu, allerdings weniger stark als in den vergangenen Jahren. Ein grosser Teil dieser Ausgaben ist gemäss Gemeinde gebunden und vom Kanton vorgegeben.
Weitere Mehrkosten erwartet die Gemeinde bei der Pflegefinanzierung, der sozialen Sicherheit sowie beim Unterhalt von Grünzonen, Sportanlagen und Friedhof. Im Verkehr fallen vor allem höhere Abschreibungen nach der Fertigstellung von Strassenprojekten ins Gewicht.
Steuerfuss soll bei 106 Prozent bleiben
Bei unverändertem Steuerfuss budgetiert die Gemeinde für das Rechnungsjahr einen Steuerertrag von 27,49 Millionen Franken. Die Grundstückgewinnsteuer ist wie im Vorjahr mit 5 Millionen Franken eingesetzt. Laut Gemeinderat helfen die weiterhin überdurchschnittlichen Einnahmen aus Grundstückgewinnsteuern und die Zuschüsse aus dem kantonalen Finanzausgleich, die Mehrausgaben 2027 auszugleichen.
Verschuldung dürfte auf rund 100 Millionen Franken steigen
Die Fremdverschuldung dürfte nach Einschätzung des Gemeinderats in den kommenden Jahren auf etwa 100 Millionen Franken steigen. Höhere Zinskosten und die auf die Investitionen folgenden Abschreibungen werden die Jahresergebnisse ab 2028 belasten.
Um die Selbstfinanzierung zu verbessern und den Anstieg der Verschuldung pro Kopf zu begrenzen, will der Gemeinderat in den nächsten Jahren verschiedene Massnahmen in Betracht ziehen. Für 2027 hält er eine Steuerfusserhöhung jedoch noch nicht für angezeigt und beantragt deshalb, bei 106 Prozent zu bleiben.
Quelle: Medieninformation des Gemeinderats Langnau am Albis vom 29. Oktober 2026.







