Boom an der Pfnüselküste: Luxus-Neubauten dominieren den Markt
Die Pfnüselküste erlebt einen beispiellosen Bauboom. Luxuriöse Neubauten treiben die Quadratmeterpreise am linken Zürichseeufer auf Rekordniveau und stellen die traditionelle Goldküste in den Schatten.
Ein aktueller Bericht von Wüest Partner und Engel & Völkers zeigt: Fast zwei Drittel aller Eigenheimverkäufe im zweiten Quartal 2026 entfielen auf Neubauten.
Steigende Quadratmeterpreise am linken Zürichseeufer
Früher waren Küsnacht, Zollikon und Herrliberg die teuersten Standorte am Zürichsee. Heute liegen Kilchberg, Rüschlikon, Thalwil und Horgen gleichauf. Neubauwohnungen kosten hier im Schnitt 24 000 bis 26 000 Franken pro Quadratmeter – mit Spitzenwerten beim Projekt Lake Ville in Thalwil.
Rekordanteil von Neubauten in Seegemeinden
Im zweiten Quartal 2026 belief sich der Anteil neu gebauter Eigenheime in den Seegemeinden auf 60 Prozent. Vor drei Jahren lag dieser Wert noch bei rund 25 Prozent. „Die Platinküste nimmt innerhalb des Kantons Zürich eine Sonderstellung ein“, erklärt Niki Thomet, Managing Partner bei Engel & Völkers.
Expats und Verkehrsanbindung als Wachstumstreiber
Insbesondere Expats, viele aus Deutschland, fördern den Bauboom. Gute Anbindungen an Zürich, Zug und Schwyz über ÖV und Autobahn machen das linke Seeufer attraktiv für Berufspendler.
Aufschläge und Spitzenprojekte
Neubauwohnungen kosten im Durchschnitt 5000 Franken mehr pro Quadratmeter als Bestandsimmobilien. Im Detail lagen die Preise im Q2/2026 bei 26 000 Franken in Kilchberg, 24 500 Franken in Thalwil, 24 000 Franken in Rüschlikon und 18 000 Franken in Horgen.
Das teuerste Objekt ist eine Attikawohnung im Projekt Lake Ville in Thalwil: 186 Quadratmeter, 5,5 Zimmer, Preis 6,28 Millionen Franken (33 000 Franken/m²).
Potenzial von Altbauten als „Goldgrube“
Obwohl Neubauten die Preise nach oben treiben, können auch Altbauten enorme Wertsteigerungen erzielen. Entscheidend sind Gartenflächen, Bauzonen, zulässige Baumasse und weitere Dienstbarkeiten. „Bei Einfamilienhäusern und Villen gewinnt das Entwicklungspotenzial zunehmend an Bedeutung“, so Thomet.
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